wabbelig

GrammatikAdjektiv · Komparativ: wabbeliger · Superlativ: am wabbeligsten
Nebenform wabblig · Adjektiv · Komparativ: wabbliger · Superlativ: am wabbligsten
Worttrennungwab-be-lig ● wabb-lig
Wortzerlegungwabbeln-ig
Wahrig und DWDS, 2018

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich sich schwankend hin und her bewegend
Beispiele:
Zum anderen will man mit dem [Volvo] XC90 gar nicht sportlich fahren, dazu ist er in den Kurven viel zu wabbelig. [Spiegel, 17.02.2015 (online)]
übertragenGeschichten von […] [Liebschaften] erfahren […] in wirtschaftlich wabbeligen Zeiten deutlich mehr Anklang als Fragen der Steuerpolitik. [Süddeutsche Zeitung, 18.01.2014]
Man trägt wabblige Freizeitkleidung, knielange Shorts, verblichene Jeans und bunte T-Shirts[…]. [C't, 1997, Nr. 11]
2.
weich und wackelig, gallertartig, schwabbelig
Beispiele:
Muscheln und Austern. Das ist wabbelig, das würde ich nie runterkriegen. [Die Zeit, 11.09.2016 (online)]
Eiweiß und Eigelb sollen vermischt sein, die leicht wabbelige Struktur des Eiweißes darf aber nicht zerstört werden! [Bild am Sonntag, 01.12.2013, Nr. 48]
im BildObwohl es [die Quellensuche in der Bibliothek] sich eher anfühlt wie die Jagd nach Quallen, eine wabbelige Masse, die einem immer wieder davonschwimmt und manchmal giftig ist! [Die Zeit, 11.05.2009, Nr. 20]
Habt ihr schon mal Puddingfarbe gemacht? Das geht so: Man kocht Wasser, Zucker, Mehl und Salz zu einem Brei, so wabbelig wie Pudding. [Der Tagesspiegel, 18.05.2001]
Wellfleisch, dieses fettige, wabbelige Kochfleisch, hatte ich bisher nicht angerührt[…]. [Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 455]
Kollokationen:
als Adjektivattribut: eine wabbelige Masse
in Koordination: weich und wabbelig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wabbeln · wabern · Waberlohe · wabbelig
wabbeln Vb. ‘sich wackelnd hin und her bewegen’ (von gallertartigen oder fetten, weichen Stoffen und Massen), ‘wimmeln’ (von kleinen Tieren oder Menschen), ‘schlottern’, mhd. wabelen ‘in emsiger Bewegung sein’, engl. to wobble, wabble ‘wackeln, schwanken, taumeln, zittern’, anord. vafla ‘wackeln, umherschweifen’ zeigen iteratives l-Suffix gegenüber mhd. waben, wappen ‘in Bewegung sein’, frühnhd. waben (16. Jh.), nhd. wabben (17. Jh.), aengl. wafian ‘hin und her bewegen’, die wohl am ehesten mit Ablaut zu der unter ↗weben (s. d.) behandelten Wortgruppe zu stellen sind. wabbeln ist vorwiegend in den Mundarten und der Umgangssprache gebräuchlich, literatursprachlich gelegentlich seit dem 16. Jh. Vergleichbar sind weiterhin (mit r-Suffix) wabern Vb. ‘sich unruhig, wallend bewegen’, dann (im Anschluß an Waberlohe, s. unten) ‘flackern, lodern’, mhd. waberen ‘sich hin und her bewegen’, mnl. nl. (mit Intensiv-Gemination) wapperen ‘taumeln, flattern’, anord. vafra ‘sich hin und her bewegen, umherirren’ (woraus engl. to waver ‘schwanken, flackern, zittern’). Dazu Waberlohe f. (in der nordischen Mythologie) ‘loderndes, eine Burg und die schlafende Brünhild schützend umgebendes Feuer’ (W. u. J. Grimm, R. Wagner), nach anord. vafrlogi m. ‘flackerndes Feuer’, s. ↗Lohe. wabbelig Adj. ‘sich zitternd bewegend, gallertartig, weich’ (Ende 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bebend · ↗schwabbelig · ↗schwabblig · wabbelig · wabblig · wackelnd · zitternd

Typische Verbindungen
computergeneriert

Masse weich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wabblig‹.

Zitationshilfe
„wabbelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wabbelig>, abgerufen am 21.11.2019.

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