wacker

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung wa-cker

Bedeutungsübersicht+

  1. [veraltend, scherzhaft] ...
    1. 1. tüchtig, rechtschaffen
    2. 2. tapfer
eWDG

Bedeutung

veraltend, scherzhaft
1.
tüchtig, rechtschaffen
Beispiel:
er war ein wackerer Bursche
stark, übermäßig
Beispiele:
ein wackerer Esser, Zecher
[sie] zechten wacker [ A. ZweigElfenbeinfächer48]
2.
tapfer
Beispiele:
ein wackerer Krieger
sich wacker schlagen, halten
Sie hatten wacker gekämpft in dem Scharmützel [ TravenGeneral190]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wacker Adj. ‘tüchtig, rechtschaffen’, ahd. wackar ‘wach, wachend, wachsam, aufmerksam, munter’ (9. Jh.; vgl. wackarī f. ‘Wachsamkeit’, 8. Jh.), mhd. wacker ‘wach(sam), munter, frisch, tüchtig, tapfer’, mnd. wacker ‘wachsam, frisch, hurtig’, mnl. wacker, nl. wakker ‘wach, lebhaft, rüstig’, aengl. wacor ‘wach(sam)’, anord. vakr ‘wach, frisch, gesund, tüchtig’, schwed. vacker ‘schön, hübsch’ ist (wie bitter, lauter, munter) mit dem Suffix germ. -ra- (*wakra-) zu der unter wecken (s. d.) angeführten Wurzel ie. *u̯eg̑- ‘frisch, stark sein’ gebildet. Es wird in seiner alten Bedeutung ‘munter’ abgelöst von wach, in der Bedeutung ‘aufmerksam’ von wachsam (s. wachen). Aus dem Bezug von ‘frisch, munter, rüstig’ auf die körperliche und geistige Verfassung entwickelt sich ‘tüchtig, trefflich, rechtschaffen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
couragiert · keine Angst kennen · kühn · tapfer · wacker · wagemutig  ●  mutig  Hauptform · (echt) Eier in der Hose haben  ugs., fig., salopp · weder Tod noch Teufel fürchten  geh., poetisch
Assoziationen
Synonymgruppe
bloß (ärgerlich oder warnend)  ugs., regional · gefälligst (ärgerlich)  ugs. · ja (lange Aussprache)  ugs. · schön (ermahnend)  ugs. · wacker  ugs., ruhrdt.

Typische Verbindungen zu ›wacker‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wacker‹.

Verwendungsbeispiele für ›wacker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die wackere Frau erdrückte ihn fast mit ihrer mütterlichen Fürsorge. [Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 104]
Er schlägt sich wacker, er feiert Erfolge, er macht sicherlich auch Fehler. [Die Zeit, 03.12.2012, Nr. 45]
Vier Jahre lang bin ich wacker durch die Stadt geradelt, sommers wie winters. [Die Zeit, 18.11.1988, Nr. 47]
Gegen diese Position haben die Freien Demokraten anfangs Wacker angekämpft. [Die Zeit, 08.10.1976, Nr. 42]
Die darstellerisch wenig geforderten Sänger schlugen sich wacker durch die Szenen. [Süddeutsche Zeitung, 03.09.2001]
Zitationshilfe
„wacker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wacker>.

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