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waffnen

Worttrennung waff-nen
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

veraltet
1.
mit Waffen ausrüsten
2.
sich wappnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Waffe · waffnen · bewaffnen · entwaffnen · Waffenstillstand
Waffe f. ‘Kampf-, Kriegsgerät’, gemeingerm. ursprünglich neutrales Substantiv, ahd. wāfan ‘Waffe, Schwert’ (8. Jh.), mhd. wāfen ‘Waffe, Rüstung, Zeichen auf der Waffe, dem Schild, Wappen’, asächs. wāpan ‘Waffe’, mnd. mnl. wāpen, nl. wapen, afries. wēpin, aengl. wǣp(e)n, engl. weapon, anord. vāpn, schwed. vapen, got. wēpna (Plur.), germ. *wēpna-. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten bestehen nicht, Herkunft daher unbekannt. Die Bedeutung ist ‘(Kampf)gerät’, im Mhd., Mnd. und Mnl. außerdem ‘Waffen-, Schildzeichen, Wappen’; erst seit dem 16. Jh. wird zwischen Waffen n. und Wappen (s. d.) unterschieden. Der Übergang zum fem. Genus (18. Jh.) erfolgt durch Bildung eines neuen Singulars Waffe zu dem häufig im Plural gebrauchten bzw. pluralisch verstandenen neutralen Singular Waffen. – waffnen Vb. ‘mit Kriegsgerät ausrüsten’, ahd. wāfanen (9. Jh.), mhd. wāfen(en), wæfen(en); bewaffnen Vb. (16. Jh.); entwaffnen Vb. ‘die Waffen wegnehmen’, mhd. entwāfen(en). Waffenstillstand m. ‘zwischen Gegnern getroffene Vereinbarung, Kampfhandlungen (vorübergehend) einzustellen’ (Anfang 18. Jh.), zuvor Stillstand (16. Jh.), Stillstand der Waffen (17. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›waffnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ganz am Ende des Konzertes wanderte ein Mann eher unauffälliger Körpergröße, dafür mit unübersehbarer Brille gewaffnet, zum Ausgang. [Süddeutsche Zeitung, 13.11.1997]
Um nicht so tief zu fallen, waffne man sich mit Gleichgültigkeit gegen die gefährlichen Lockungen der Schmeichelei. [Die Zeit, 09.03.1984, Nr. 11]
Verhaltene Sektlaune kennzeichnet die Reaktionen von ehemaligen Diplomaten, Wissenschaftlern und Angehörigen der "be‑ waffneten Organe" der DDR. [Die Welt, 29.04.1999]
Stedingks Vermutungen wurden jetzt zur Gewißheit, und er forderte seine Landsleute auf, sich zu waffnen. [Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 01.03.1904]
Kann man besser gewaffnet sein als gar nicht gewaffnet? [Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 126]
Zitationshilfe
„waffnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/waffnen>.

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