wankelmütig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungwan-kel-mü-tig (computergeneriert)
GrundformWankelmut
Wortbildung mit ›wankelmütig‹ als Erstglied: ↗Wankelmütigkeit
eWDG, 1977

Bedeutung

Beispiele:
er hat sich in dieser Auseinandersetzung wankelmütig gezeigt
ein wankelmütiger Mensch, Charakter
ich ... war oft so wankelmütig und schwach [NollHolt1,234]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wankelmut · wankelmütig
Wankelmut m. ‘schwankende, unbeständige, unentschlossene Gesinnung’, mhd. wankelmuot ‘Unbeständigkeit (der Gesinnung und des Willens)’ enthält als erstes Kompositionsglied ein noch im 18. Jh. nachgewiesenes Adjektiv wankel ‘schwankend, unbeständig, unzuverlässig’, ahd. wankal (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. wankel, asächs. wankol, aengl. wancol. Dieses gehört mit l-Suffix zu ↗wanken (s. d.), ist also mit verwandtem ↗winken (s. d.) an ie. *u̯eng- ‘gebogen sein’ anzuschließen. Wankelmut wird erst im 17. Jh. geläufig und verdrängt bis dahin häufigeres Wankelmütigkeit f. (15. Jh.). wankelmütig Adj. ‘unbeständig in Gesinnung und Willen’, mhd. wankelmüetic.

Thesaurus

Synonymgruppe
inkonsequent · ↗launenhaft · mal so, mal so · schwanken wie ein Rohr im Wind · schwankend · ↗unstet · wankelmütig  ●  (ein) schwankendes Rohr (im Wind)  fig. · (ein) schwankes Rohr  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgeordnete Charakter Europäer Gunst Haltung Partner Sponsor Verbündeter Verhalten Volk Wähler Zeitgeist erweisen oft unentschlossen unsicher unzuverlässig äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wankelmütig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch erwies er sich bald als zu wankelmütig für große Titel.
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2004
Sie galt als zu wenig orientierend, als wankelmütig, als schwach.
Der Tagesspiegel, 08.07.2003
Kinder sind böse, fast so sadistisch wie Frauen, aber sie sind wankelmütig und werden bestraft werden.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 17
Oder man verhält sich launisch und wankelmütig, überläßt aber auch hier die Erklärung dem anderen.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 214
Er ertappte sich dabei, wie er sich nach der Geborgenheit der Kleinstadt sehnte, und schalt sich wankelmütig.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 123
Zitationshilfe
„wankelmütig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wankelmütig>, abgerufen am 20.08.2019.

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