Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

wau

Grammatik Interjektion
Aussprache 
Wortbildung  mit ›wau‹ als Erstglied: wau wau · wauwau
Formgeschichte lautnachahmend
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich bezeichnet das Bellen des Hundes
Beispiel:
der Dackel macht wau
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wau · wauwau · Wauwau
wau Interjektion meist in der Doppelung wauwau, kindersprachliches Schallwort als lautliche Nachbildung des Hundelauts (18. Jh., Herder, Goethe), vereinzelt auch bau-bau. Dafür zuvor (16. Jh.) biff baff (Agricola), muff muff (H. Sachs). Regional steht wauwau auch als einschüchternder Zuruf an Kinder. Substantiviert Wauwau m. ‘Hund’, auch ‘einschüchternde Schreckgestalt, Popanz’ (18. Jh.).

Wau m. ehemals als Färbepflanze angebaut, heute verwildert, Übernahme (17. Jh.) von mnl. wouw, älter woude. Dies führt mit mengl. welde, wolde, engl. weld auf germ. *walda-, worauf auch die Entlehnungen frz. gaude, ital. span. gualda beruhen. Weiteres ungewiß.

Verwendungsbeispiele für ›wau‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein von Erna Graff angesprochener und für seine Anwesenheit herzlich bedankter Stadtrat sagte „wau, wau“ zur atmosphärischen Anpassung. [Die Zeit, 22.12.1967, Nr. 51]
Ein von Erna Graff angesprochener und für seine Anwesenheit herzlich bedankter Stadtrat sagte „wau, wau“ zur atmosphärischen Anpassung. [Die Zeit, 22.12.1967, Nr. 51]
Zitationshilfe
„wau“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wau>.

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