Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

äußerst, Adj.

äußerst /Adj.; Superlativ/
1. am weitesten außen liegend: das ä. Dorf; am ä. Ende der Stadt; im ä. Norden; die ä. Insel; der ä. Vorposten; sich in die ä. Ecke, den ä. Winkel verkriechen /übertr./ die ä. Linke, Rechte (Partei, die am weitesten nach links, rechts gerichtet ist)
2. größt: mit ä. Behutsamkeit, Umsicht vorgehen; ä. Vorsicht ist geboten; ä. Anstrengungen unternehmen; mit ä. Nachdruck; ä. Mißbilligung, Zurückhaltung zeigen; in ä. Verlegenheit, Gefahr sein; die Sache ist von ä. Wichtigkeit /Adv./ im höchsten Grade, sehr: er ist ä. streng, gut, liebenswürdig; das ist ä. günstig, wichtig, bedeutungsvoll; ich bin ä. gespannt; ich tue es ä. ungern; das ist mir ä. (un)angenehm, fatal; sie ist ä. elegant gekleidet; er ist aufs äußerste, auf das äußerste erzürnt;
3. letzt, letztmöglich: das Äußerste wagen, versuchen, tun; jmdm. das Äußerste abverlangen; etw. aufs Äußerste treiben, ankommen lassen; er ist zum Äußersten entschlossen; bis zum Äußersten gehen; seinen Triumph bis zum Äußersten auskosten; jmdn. zum Äußersten bringen; wir müssen zu den ä. Mitteln greifen; das ist der ä. Termin; der ä. (niedrigste) Preis
4. schlimmst: im ä. Fall; das Äußerste befürchten; auf das Äußerste vorbereitet, gefaßt sein; das Äußerste verhindern; jmdn. vor dem Äußersten bewahren;

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Zitationshilfe
„äußerst“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/äußerst>, abgerufen am 28.11.2020.

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