übertreiben

übertre̱i̱ben, übertrieb, hat übertrieben
1. etw. über das zumutbare Maß hinaus, bis ins Maßlose tun: er sollte seine Ansprüche, Forderungen, sollte es mit seinen Ansprüchen, Forderungen nicht ü.; du übertreibst das Training, die Abhärtung, übertreibst es mit dem Training, mit der Abhärtung /oft im Part. Prät./ übertriebene Bescheidenheit, Höflichkeit, Strenge, Genauigkeit, Sorgfalt, Sauberkeit; sich /Dat./ übertriebene Hoffnungen machen; ein übertriebenes Mißtrauen, Pathos an den Tag legen; er hat sich in übertriebener Weise für ihn eingesetzt; übertrieben vorsichtig, mißtrauisch, streng, ehrgeizig, sparsam sein; etw. übertrieben finden
2. etw. größer, wichtiger oder schlimmer darstellen, als es wirklich ist, etw. aufbauschen, Ggs. untertreiben: er übertreibt ständig, maßlos; wie kann man nur so ü.!; ich übertreibe nicht, wenn ich sage …; sie übertreibt seine Schwächen, Vorzüge; das ist stark, umg. reichlich übertrieben; ist das nicht ein bißchen übertrieben?; etw. für (stark) übertrieben halten

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