Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

überwinden

überwịnden, überwand, hat überwunden
1. jmdn. im Kampf besiegen, bezwingen: den Feind (im Kampf) ü.; der Gegner konnte mit vereinter Kraft überwunden werden;
2. einen starken äußeren oder inneren Widerstand besiegen
a) etw. bewältigen, bezwingen: die Radfahrer mußten eine beträchtliche Steigung ü.; nach zwei Stunden hatten die Bergsteiger die Steilwand überwunden; Hindernisse, Schwierigkeiten ü.; durch eigenes Zutun über etw. hinwegkommen, etw. meistern: e. Leidenschaft, Schock, Krankheit, Krise ü.; er versuchte, seine Angst, Hemmungen zu ü.; seine Faulheit, Schwäche ü.; sie mußte ihre Enttäuschung, ihren Kummer, Unmut, Widerwillen ü.;
b) sich dazu durchringen, etw. aufzugeben: alle Bedenken, Vorbehalte ü.; seine Abneigung, sein Mißtrauen jmdm. gegenüber ü.; falsche Anschauungen, Denkvorgänge ü.; ein überwundener Standpunkt;
c) sich ü. seinen inneren Widerstand aufgeben und sich zu etw. entschließen, was einem schwerfällt: er hat sich schließlich überwunden und seine Zustimmung gegeben; ich konnte mich nur schwer ü., das zu tun;

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Zitationshilfe
„überwinden“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/überwinden>, abgerufen am 22.01.2020.

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