Abbruch, der; -(e)s, Abbrüche
1. das Abreißen, der Abriß: der A. des Gebäudes, der Mauer; diese Ruinen stehen vor dem A.; ein Haus auf A. (damit es abgerissen wird) verkaufen, versteigern das Zerlegen in Einzelteile: der A. einer (Jahrmarkts)bude, der Gerüste, Zelte, des Lagers;
2. das Weggerissene: der jährliche A. des Ufers durch Hochwasser, Wind und Regen beträgt etwa 60 Zentimeter;
3. Stelle, wo etwas weggerissen ist: Zur Rechten ragte, wie der Abbruch einer Hochfläche steil abstürzend … ein Waldrand A. Zweig Grischa 31
4. /Pl. ungebräuchl./ jähe, unerwartete Beendigung: der A. der Arbeit(en), des Studiums, Gesprächs, Vortrags, der Konferenz, Reise, des Verhältnisses; ein hastiger, plötzlicher A.; durch diesen Vorfall kam es zum A. der (diplomatischen, wirtschaftlichen) Beziehungen; der A. einer (sportlichen) Veranstaltung, eines (Wett)kampfes, Rennens, Spiels; Boxen er siegte gegen B durch A. (durch Abbrechen des Kampfes) in der dritten Runde das bewog den Ringrichter zum A.
5. /Pl. ungebräuchl./ Schaden, Beeinträchtigung: /fast nur mit tun, machen / das tut der Sache wenig, geringen, großen A.; scherzh. das tut der Liebe keinen A. (das schadet nichts) er tut sich /Dat./ keinen A. (gönnt sich alles) etw., jmd. macht dem Ansehen, Ruf, der Ehre, Freude (keinen) A.; geh. A. (er)leiden, erfahren; veralt. daß er getreu und ohne geringsten Abbruch der Wahrheit seine Lebensgeschichte aufschreiben wolle Stifter 1,173

Abbruch

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