Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Anlage, die

Anlage, die; -, -n
1. Kaufm. Beilage: eine A. (dem Brief) beifügen; als A., in der A. (anliegend, anbei) senden wir Ihnen eine Probe
2. /ohne Pl./ das Anlegen: Land … das zur Anlage von Feldern und Gärten geeignet gewesen wäre Stifter Witiko 1,202
3. das Angelegte
a) /Sg. ungebräuchl./ Park, Grünfläche: öffentliche, gepflegte, schattige, kühle Anlagen; ein Spaziergang durch die Anlagen der Stadt;
b) Einrichtung: eine technische, elektrische, automatische A.; die Anlagen des Werkes besichtigen;
4. /Pl. ungebräuchl./ Entwurf, Plan: das Buch ist bereits in der A. verfehlt; die Stadt ist in der A. ganz modern;
5. (geistige, körperliche) Veranlagung: gute, schlechte, künstlerische Anlagen haben; seine Anlagen weiterentwickeln, ausbilden, verkümmern lassen; A. zu etw. zeigen; er hat A. (Neigung) zur Korpulenz, zur Erkrankung der Luftwege weil er schon früh Anlage gezeigt hat, im Punkte der Verschwendung dem Vater nachzugeraten Ebner-Eschenb. 4,426
6. nutzbringende Festlegung von Geld, von Vermögen: etw. ist eine sichere A.; Man kann Geld in schlechte Anlagen stecken Musil Mann 430
7. veralt. Steuerveranlagung, Besteuerung: [die Bauernschaft war] ebenfalls mit nicht ganz rechtmäßigen Anlagen heimgesucht worden Ranke 2,136

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