Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Aussicht, die

Aussicht, die; -, -en
1. /Pl. ungebräuchl./ Blick ins Freie, Ausblick: eine gute, klare, herrliche, weite A. haben; das Haus hat die A. auf das Meer, in den Garten, über die Stadt; ich wohne in einer Villa mit der A. ins Grüne; jmdm. die A. nehmen, versperren; Gesamtansicht, Panorama: die schöne A. genießen; wir waren hell begeistert von der wunderbaren A.; Da stand er freilich überrascht von der Aussicht, die sich ihm bot Raabe III 1,493
2. Zukunftshoffnung, Perspektive: glänzende, gute, geringe, schlechte, trübe Aussichten haben; es ist sichere, gar keine A. dafür vorhanden; salopp das sind ja schöne Aussichten (da steht uns ja noch manches bevor)! mit, ohne A. auf Erfolg; es besteht A. auf Genesung; eine frohe Aussicht in die Zukunft öffnete sich ihr Goethe 6,432 (Wahlverwandtsch.) ; er verlor die letzte A., bald eine neue Anstellung zu finden; etw. ist, steht in A. etw. ist zu erwarten: eine gute Ernte ist in A.; seine Beförderung steht in A.; etw. in A. haben etw. in naher Zukunft bekommen: er hat Geld, eine neue Stellung in A.; etw. für jmdn., jmdn. für etw. in A. nehmen etw. für jmdn., jmdn. für etw. vorsehen: eine Beschäftigung für jmdn. in A. nehmen; er war für einen einflußreichen Posten in A. genommen; jmdm. etw. in A. stellen jmdm. etw. versprechen, zusichern: jmdm. eine Gehaltserhöhung, Belohnung in A. stellen; Nun war der Mutter für den nächsten Morgen Arbeit bei einem Bau in Aussicht gestellt worden Kafka Amerika 200

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Zitationshilfe
„Aussicht“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Aussicht>, abgerufen am 24.11.2020.

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