Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Auswuchs, der

Auswuchs, der; -es, Auswüchse
1. (krankhafte) Wucherung
a) Med. Geschwülste sind Auswüchse; Mißbildung: er hat einen A. auf dem Kopf; an der Stirn ist so etwas wie ein hörnerner Auswuchs Andres Hochzeit 215; eine abnorme Krümmung der Wirbelsäule ist ein A. (Höcker)
b) Landw. krankhafte Auswüchse treten bei Kartoffeln, Rüben, Obstbäumen auf
2. /übertr./ schädlicher Trieb, Übertreibung, Übersteigerung: die Bürokratie treibt üppige Auswüchse; der A. der Phantasie; Niemand war … fähiger als er [Lenz], die Ausschweifungen und Auswüchse des Shakespeareschen Genies zu empfinden und nachzubilden Goethe 8,579 (Dicht. u. Wahrh.) ; schädliche Folge: Auswüchse der Freiheit, des Übermuts; der Kampf gegen die Auswüchse des Parlamentarismus; Mißstand: Auswüchse im gesellschaftlichen Leben; grobe, schlimme, verheerende Auswüchse abstellen;
3. /Pl. ungebräuchl./ Landw. das Auskeimen des Getreides auf dem Halm: der Verlust durch A. und hohen Feuchtigkeitsgrad bei der Getreideernte war beträchtlich;

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Zitationshilfe
„Auswuchs“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Auswuchs>, abgerufen am 23.11.2020.

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