Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bürde, die

Bürde, die; -, -n
1. geh. Traglast: eine leichte, schwere, harte B.; das überreife Korn knickte fast unter der B. der Ähren; eine B. tragen, ablegen, abstellen, abwerfen; er atmet schwer unter seiner B.; die B. drückt ihn beinahe zu Boden; er entledigte sich seiner B.; /übertr./ seelische Last: eine schwere, beschwerliche, drückende, lästige B.; die B. (Mühsal) des Lebens, Alters, der Jahre die Bürden (Beschwernisse) des Amtes, der Stellung; eine B. tragen; jmdm. eine B. aufladen, auferlegen, abnehmen; etw. als B. empfinden; daß es … nicht gerecht ist, die ganze Bürde auf die Mehrheit abzuwälzen Brecht Commune 6
2. veralt. Leibesfrucht: sie trug eine teure B. unter ihrem Herzen; Und segnet die Natur euch euern Leib: / Bricht erst die Bürde nach neun Monden los Brentano Gründung Prags III

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Zitationshilfe
„Bürde“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bürde>, abgerufen am 20.10.2020.

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