Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bürger, der

Bürger, der; -s, -
1. Bewohner eines Staates, Staatsangehöriger: B. eines Staates sein, werden; die Gleichheit aller B.; die Rechte und Pflichten des Bürgers; ein freier B.; Einwohner einer Stadt, Gemeinde: einen Aufruf an alle B. der Stadt erlassen; die B. wählten den neuen Bürgermeister aus ihrer Mitte;
2. Angehöriger der mittleren (besitzenden) Gesellschaftsschicht mit entsprechender sozialer Stellung: ein gutsituierter, wohlhabender, angesehener B.; mit nüchterner Geisteshaltung und traditionsgebundener Lebensform: ein besonnener, fleißiger, solider B.; Arbeit ist des Bürgers Zierde Schiller Glocke; Stiller hat diese Menschen [vom Theater] nie verstanden. Stiller war im Grunde immer ein Bürger (Durchschnittsmensch) Frisch Stiller 170; abwertend (wohlhabender) Spießer: ein behäbiger, braver B.; Wie faul, wie verwöhnt, wie wählerisch waren diese feisten Bürger Hesse 5,194 (Narziß) ; veralt. der akademische B. (Student)

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Zitationshilfe
„Bürger“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bürger>, abgerufen am 27.07.2021.

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