Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bad, das

Bad, das; -(e)s, Bäder
1. größere Wassermenge, in die der Mensch zur Reinigung, Erfrischung eintaucht: ins (warme) B. steigen; jmdm. ein B. (zurecht)machen, richten, geh. rüsten; das B. ist fertig; das B. ablassen; /übertr./ das Kind mit dem Bade ausschütten (etw. radikal, ohne Berücksichtigung positiver Seiten verurteilen)
2. das Baden: sich nach dem B. erfrischt, wie neugeboren fühlen; das tägliche, ein türkisches B.; ein unvorsichtiges B. in einem Flusse; dem Kranken eine Anzahl Bäder verordnen; wie bekommen ihr die Bäder?; papierdt. ein B. nehmen (baden) angenehmes B.!; /übertr./ übertrieben ein unverhofftes, unerwartetes B. durch einen Regenguß
3. Örtlichkeit, wo gebadet wird
a) Raum, in dem die Wanne steht, Halle, Gelände, wo gebadet wird: ein gekacheltes, gefliestes B.; die Wohnung hat ein hübsches, geräumiges B.; man hatte ein römisches B. ausgegraben; die städtischen, öffentlichen Bäder waren überfüllt; ins, in das B. gehen;
b) Ortschaft mit natürlichen Heilquellen und entsprechenden Einrichtungen, Kurort: ins, in ein B. reisen; er wollte ein B. für Herzkranke aufsuchen; der Arzt (ver)schickte ihn auf vier Wochen in ein B.; ein kleines, stilles, vornehmes, mondänes B.; in betreff dieses Nachhausekommens aus den Bädern, aus der Sommerfrische Raabe II 2,414

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Zitationshilfe
„Bad“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bad>, abgerufen am 27.09.2020.

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