Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bank, die

1Bank, die; -, Bänke /Verkl.: Bänkchen/
1. Sitz für mehrere Personen nebeneinander, meist aus Holz: eine B. im Park, vor dem Haus; Anlagen mit Bänken; die Bänke im Zirkus, in den Schulen, Hörsälen; Denn Bank an Bank gedränget sitzen / … Der Griechen Völker wartend da Schiller Kraniche; eine B. ohne, mit Lehne; die vordere, hintere, oberste, unterste, zweite, dritte B.; er saß in der Schule in der, auf der letzten, ersten B. (war der schlechteste, beste Schüler) eine roh gezimmerte, grün gestrichene, einfache, harte, gepolsterte, geschnitzte, steinerne, schattige B.; ein Bänkchen herbeiholen; die ganze B. einnehmen; die B. wegrücken, zur Seite rücken; sich auf einer B. niederlassen, auf eine B. setzen; Auf dieser Bank von Stein will ich mich setzen Schiller Tell IV 3; sich lang auf eine B. strecken; auf einer B. reiten; der Schüler trat aus der B. (heraus); etw. unter die B. schieben, stecken, unter der B. hervorziehen; unter die B. kriechen; umg. jmdn. unter die B. trinken (so lange mit ihm zechen, bis er betrunken daliegt) vor leeren Bänken spielen, sprechen (wenig Zuschauer, Zuhörer haben) /übertr./ umg. etw. auf die lange B. schieben (etw. aufschieben) ; (alle) durch die B. (alle) ohne Ausnahme: auf den Schwindel sind alle durch die B. hereingefallen; ihr habt es (alle) durch die B. mißverstanden; alle Versuche waren durch die B. fehlgeschlagen;
2. Handwerkstisch: Walter setzte den Stahl an … alles Weitere schaffte die Bank (Drehbank) allein Bredel Söhne 108
3. Zusammenballung, Anhäufung
a) von Sand, Fels, Schlamm, Tieren in Gewässern: das Boot war auf eine B. gefahren, gelaufen; er konnte nicht von der B. loskommen;
b) von Gestein, Kohle in der Erde
c) von Wolken, Dunst am Himmel: Die Schwaden weißlichen Dunstes … verschwammen in der Abenddämmerung zu gelblichen und rötlichen Bänken A. Zweig Grischa 72

WDG, 1. Band, 1967

Bank, die

2Bank, die; -, -en
1. Institution, Gebäude für die Abwicklung von (gewerbsmäßigen) Geldangelegenheiten: ein Konto bei der B. haben, eröffnen, sich /Dat./ einrichten; sein Konto bei der B. kündigen, auflösen; sein Geld bei einer B. einzahlen, niederlegen, deponieren; Geld auf der B. liegen haben; die Verstaatlichung der Banken; die Vermittlung durch eine B.
2. Geldeinsatz eines einzelnen im Glücksspiel, der gegen alle übrigen spielt: die B. übernehmen, halten, sprengen; Neubedeut. umg. sicherer Tipp beim Toto: dieses Spiel ist eine todsichere B.;

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Zitationshilfe
„Bank“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bank>, abgerufen am 24.09.2020.

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