Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bart, der

Bart, der; -(e)s, Bärte /Verkl.: Bärtchen/
1. dichter Haarwuchs im unteren Teil des menschlichen Gesichts, bes. ausgeprägt beim Mann: der Mann hatte einen schwarzen, roten, blonden, dünnen, schütteren, dichten, breiten, langen, wallenden, struppigen, stoppligen, flaumigen, gekräuselten, gepflegten, aufwärts gezwirbelten B.; der B. sprießt, wird dünn; sein Bart stach, unrasiert von durchfahrener Nacht A. Zweig Junge Frau 320; einen B. bekommen, sich /Dat./ wachsen lassen; den B. stehen lassen; ein Bärtchen tragen; sich /Dat./ den B. abnehmen (abrasieren) lassen seinen B. einseifen, rasieren, salopp abkratzen, abschaben⌝, kämmen, stutzen, scheren; er strich sich /Dat./ zufrieden, nachdenklich den B.; sich /Dat./ den B. krauen, strähnen; jmdn. am B. zupfen, reißen; /bildl./ salopp etw. in seinen B. brummen, murmeln (undeutlich reden) sich /Dat./ in den, in seinen B. lachen (stillvergnügt lachen) jmdm. um den B. gehen, Honig um den B. schmieren (ihm geschickt schmeicheln) er schwur bei seinem Barte, beim Barte des Propheten (er schwur feierlich) umg. um des Kaisers B. streiten (um etwas Belangloses streiten) sich /Dat./ beim Trinken einen B. machen, einen B. malen; /übertr./ salopp der B. ist ab (es ist zu Ende, nichts mehr zu machen) der Witz hat einen (solchen) B. (ist altbekannt) so'n B. (das ist altbekannt)!
2. /Dinge, die einem Bart äußerlich ähnlich sind/
a) Schnauzhaare vieler Säugetiere als Sitz des Tastsinnes: der B. des Katers;
b) Teil des Schlüssels, der bei der Umdrehung den Riegel im Schloß zur Seite schiebt: den B. abbrechen, abfeilen, im Schloß herumdrehen, aus dem Schloß herausziehen; der B. stand quer;

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Zitationshilfe
„Bart“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bart>, abgerufen am 24.09.2020.

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