Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Beize, die

1Beize, die; -, -n
1. Mittel zur Oberflächenbehandlung fester Körper
a) Tischlerei färbendes Mittel, das auf Holz aufgetragen wird und dessen Maserung hervorhebt: die B. in heißem Wasser lösen; B. ansetzen; die B. wird auf das Holz aufgetragen; die B. auf den Möbeln wird im Laufe der Zeit abgenutzt;
b) Landw. Mittel, um beim Saatgut die Krankheitserreger abzutöten
c) Gerberei Mittel, um Häute weich zu machen
d) Metallurgie Flüssigkeit, mit der Metall behandelt wird
α) um es von Oxyd zu befreien
β) um einen Farbton auf ihm hervorzurufen oder es korrosionsfest zu machen
e) Textil. Flüssigkeit, mit der Gespinstfasern getränkt werden, um sie zur Aufnahme von Farbstoff vorzubereiten
f) Kochk. saure Brühe für Fisch oder Fleisch, Marinade: eine B. fertigmachen; Fleisch, Fisch in die B. (ein)legen;
2. das Beizen, die Beizung /entsprechend der Bedeutung von beizen / Landw. die B. des Saatgutes; Gerberei die B. von Häuten

WDG, 1. Band, 1967

Beize, die

2Beize, die; -, /ohne Pl./
Jägerspr. Jagd mit abgerichteten Raubvögeln auf Feder-, Niederwild: Falken zur B. abrichten; die B. auf Rebhühner, Fasanen, Hasen;

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Zitationshilfe
„Beize“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Beize>, abgerufen am 09.08.2020.

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