Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Berufung, die

Beru̱fung, die; -, -en
1. Angebot zur Übernahme eines hohen, verantwortungsvollen Amtes: eine B. annehmen, ablehnen; an den jungen Gelehrten erging eine B. als Professor an die Universität; der Künstler erhielt eine B. nach L; er … war in der Wahl zwischen zwei ehrenvollen Berufungen an große Theater Hesse 2,115 (Gertrud)
2. /Pl. ungebräuchl./ geh. durch Fähigkeit und Neigung vorgezeichnete Bestimmung, Lebensaufgabe: er hat Vertrauen in seine B.; wir sehen in unserem Beruf nicht nur den Gelderwerb, sondern auch unsere B.;
3. /Pl. ungebräuchl.; entsprechend der Bedeutung 2 von berufen / die B. auf etw., jmdn.: die B. auf ein Gesetz, sein gutes Recht, eine Aussage, den Zeugen; da half keine Berufung auf menschliche oder göttliche Gerechtigkeit Th. Mann 1,25 (Buddenbr.) ; unter B. auf euer gegebenes Wort; unter B. auf ihn als Sachverständigen;
4. Jur. Rechtsmittel gegen die Entscheidung einer unteren Instanz: B. (gegen ein Urteil) einlegen; einer B. stattgeben; eine B. zurückweisen; die Berufung der Angeklagten wird verworfen;
5. veralt. Einberufung: die B. eines Kongresses, des Reichstags; man drang auf … Berufung der allgemeinen Stände Ranke 8,250

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Zitationshilfe
„Berufung“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Berufung>, abgerufen am 12.08.2020.

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