Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bestand, der

Bestạnd, der; -(e)s, Bestände
1. /ohne Pl./ das (Weiter)bestehen: um den B. eines Betriebes kämpfen; für den B. sorgen; auf den B. des Staates bedacht sein; den (sicheren) B. des Staates gefährden, bedrohen; von B. sein von Dauer sein: seine Besserung ist nicht von B.; B. haben andauern: sein Eifer hat keinen B.; sein Glück sollte nicht lange B. haben;
2. das Vorhandene: der B. an Waren, Büchern, Vieh; den B. aufnehmen, melden
a) Vorrat an Waren: die Bestände müssen aufgefüllt, erneuert werden; gehortete Bestände; der eiserne B. (Vorrat, der nur im Notfall angegriffen werden darf und immer wieder aufgefüllt werden muß) /bildl./ das Stück gehört zum eisernen B. des Spielplanes (wird immer wieder gespielt) das Werk gehört zum klassischen B. der Literatur
b) augenblicklicher Wertbetrag: der B. des Vermögens; die Kasse weist einen B. von 100 Mark auf;
3. beieinanderstehende gleichartige Pflanzen, bes. des Waldes: an den Abhängen war der B. ungleichmäßig; aufgelockerter B.; abgeholzte Bestände; die Bestände stehen zu dicht;
4. südwestdt. österr. Pacht: jmdm. eine Wirtschaft in B. geben; Vieh in B. haben, nehmen;

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Zitationshilfe
„Bestand“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bestand>, abgerufen am 29.09.2020.

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