Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bestimmung, die

Bestịmmung, die; -, -en
1. Anordnung: eine gesetzliche, internationale, einschlägige B.; die Bestimmungen beachten, verletzen, einhalten, erfüllen; papierdt. Bestimmungen treffen; nach den geltenden Bestimmungen; die Bestimmungen bleiben in Kraft; das Testament enthielt folgende Bestimmungen: …
2. das Festsetzen: um die B. der Stunde bitten; die B. des Lohnes;
3. Ziel
a) jmdn. an den Ort seiner B. bringen; veralt. es durch den herzhaften und wanderlustigen Pater Pankraz an seine Bestimmung gelangen zu lassen C. F. Meyer 1,135 (Jenatsch)
b) Verwendungszweck: das Zimmer verrät seine frühere B.; ein Gebäude seiner B. übergeben; etw. seiner B. zuführen; etw. findet seine B.;
4. Berufung: eine höhere B.; die B. zu Höherem haben; seine B. verfehlen; an seiner B. irre werden; daß der Mensch erst in dem ihm übergeordneten Gemeinschaftsleben einer Nation seine volle und wahre Bestimmung finden könne Musil Mann 463; Schicksalsgewalt: Aber Zufall oder Bestimmung ließen mich ihm noch am selben Morgen begegnen G. Hauptm. 4,346
5. (wissenschaftliche) Ermittlung: die B. des Alters dieser Handschrift ist schwierig; die B. des Alkoholgehaltes, der geographischen Lage; Math. die B. des Punktes A; Bot. Zool. die B. (Determination) von Pflanzen
6. Gramm. eine adverbiale B. (Satzteil, der eine Angabe von Ort, Zeit, Grund oder einem anderen Umstand enthält)

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Zitationshilfe
„Bestimmung“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bestimmung>, abgerufen am 28.09.2020.

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