Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bissen, der

Bissen, der; -s, -
1. abgebrochenes, abgebissenes Stück einer Speise, Happen: ein fetter, leckerer, großer, kleiner, magerer, schmaler B.; der Hund schnappt nach einem B.; einen B. Brot in den Mund stecken /bildl./ umg. keinen B. anrühren (nicht essen) jmdm. die besten B. zuschieben, zustecken (jmdn. bevorzugen, indem man ihm das Beste gibt) mir blieb der B. im Halse stecken (ich war verblüfft) jmdm. die B. in den Mund zählen (genau aufpassen, wieviel jmd. ißt) sich /Dat./ den (letzten) B. vom Munde absparen (die Ausgaben auf das Allernötigste beschränken) /übertr./ ein fetter B. reicher Gewinn: Selbst der König von Dänemark schnappte sich hin und wieder [als Pirat] einen fetten Bissen von der See weg Bredel Heerstraßen 28 (Vitalienbrüder) ein harter B. etw., das jmdm. zu schaffen macht: Der Professor war freilich ein harter Bissen Heyse I 2,235
2. umg. ein B. kleine Mahlzeit, Imbiß: willst du einen B. mit uns essen?; wir wollen erst einen B. zu uns nehmen; bekommt man hier einen B. (zu essen)?; man konnte eines nahrhaften Bissens gewärtig sein bei Buddenbrooks Th. Mann 1,16 (Buddenbr.)

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„Bissen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bissen>, abgerufen am 26.09.2020.

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