Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Blüte, die

Blüte, die; -, -n /Verkl.: Blütchen/
1. in mannigfaltigen Farben leuchtendes Fortpflanzungsorgan höherer Pflanzen, das sich aus einer Knospe voll entfaltet hat, Staubgefäße und Stempel enthält und in dem sich nach der Befruchtung die Samen entwickeln: e. Baum, Strauch voller Blüten; die rosa Blüten des Apfelbaumes, die roten, gelben Blüten der Tulpe; voll entfaltete, erste, offene, duftende, zarte, gefüllte, verwelkte, befruchtete, abgefallene Blüten; eine männliche, weibliche, glocken-, becherförmige B.; die B. öffnet sich bei Sonnenschein, schließt sich bei Regen, am Abend; diese Blume treibt das ganze Jahr hindurch Blüten, bringt immer wieder Blüten hervor; der Baum war mit Blüten bedeckt, warf seine Blüten ab; der Schmetterling fliegt von B. zu B.; d. Bau, Teile einer B.; d. Staubgefäße, Stempel dieser B. /übertr./ seine Phantasie trieb sonderbare, tolle, wunderliche Blüten; geh. die Besten: die B. unseres Landes blieb auf den Schlachtfeldern; die B. der Ritterschaft kam bei den Kreuzzügen um;
2. /ohne Pl.; ohne Verkl./ das Blühen: in B. stehen, sein; in der ersten B.; eine Topfpflanze wieder zur B. bringen; zur B. gelangen, kommen; sich zu voller B. entfalten, entwickeln; einer neuen B. entgegengehen; etw. führt zur B.; die B. der Obstbäume lockte zu einer Wanderung in die Umgebung; die B. ist vorbei; /übertr./ die Anstalt hat sich zu hoher, erfreulicher, ungeahnter B. entfaltet; in der B. (Blütezeit) der Jugend, Jahre sie war über die erste B. hinaus; eine rasche, wirtschaftliche B.
3. kleine Entzündung auf der Haut, Pickel: sein Gesicht war voller Blüten; ein ungefährliches, kleines Blütchen;

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Zitationshilfe
„Blüte“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Blüte>, abgerufen am 28.09.2020.

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