Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Blende, die

Blende, die; -, -n
1. Vorrichtung zur Regulierung einfallenden Lichtes
a) um unerwünschte Strahlen abzuschirmen: das grelle Licht des Scheinwerfers, einer Lampe mit einer B. abschirmen; die Hand als B. über die Augen legen; Scheuklappe: [einen Bullen] den man mit Blende … über die Landstraße treibt Strittmatter Ochsenkutscher 14
b) Fotogr. um die Öffnung eines Objektivs zu begrenzen und die Belichtung zu regulieren: mit einer großen B. fotografieren; die B. klein stellen; B. 8 einstellen; auf B. 8 abblenden; die B. öffnen, schließen; Film Fernsehen B. auf! /Ruf, wenn die Szenenaufnahme beginnt/ um die verschiedenen Lebensabschnitte des Komponisten darzustellen, machte der Regisseur von der B. reichlich Gebrauch (er ließ Bilder, Geräusche langsam eintreten oder verschwinden, um zwei aufeinanderfolgende Szenen mit verschiedenen Schauplätzen zu verbinden)
2. zur Verzierung an- oder aufgenähter Stoffstreifen, bes. an Kleidungsstücken: eine B. ansetzen; eine B. am Halsausschnitt;
3. Bauw. dem Mauerwerk zum Schmuck äußerlich angefügter Teil: die Fenster breit mit venezianischen Blenden Fontane II 4,177
4. Min. Sammelname für sulfidische, oft glänzende Minerale von halbmetallischem oder metallischem Aussehen

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Zitationshilfe
„Blende“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Blende>, abgerufen am 11.08.2020.

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