Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Boheme, die

Bohe̱me, die; -, /ohne Pl./ [boä̱m]
franz.Kreis einer ungebunden lebenden Künstlerschar, die halb genial, halb verbummelt und häufig ohne ernsthafte Tätigkeit ist: er verkehrte in der B. von Paris, fand Zutritt zur B. von München; die lärmende, lustige, tolle, unbekümmerte, hungernde B.; die malende, literarische, dichtende B.; das Leben der B.; im Café, in den Ateliers, im Sumpf der B.; Leben und Milieu einer ungebunden lebenden Künstlerschar: Bohème, psychologisch gesehen, ist ja nichts anderes als soziale Unordentlichkeit, das in Leichtsinn, Humor und Selbstironie aufgelöste schlechte Gewissen im Verhältnis zur bürgerlichen Gesellschaft Th. Mann 11,452

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Zitationshilfe
„Boheme“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Boheme>, abgerufen am 12.08.2020.

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