Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Bohne, die

Bohne, die; -, -n
1. artenreiche Gemüsepflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler, die, buschig oder an Stangen sich emporwindend, in unseren Gärten viel angebaut wird, da ihre lang herabhängenden Früchte und ihre nierenförmigen Samen gern gegessen werden: ein Beet mit Bohnen; Bohnen rankten sich um die Laube;
2. Frucht von 1: Bohnen pflücken, abfädeln, abziehen, schneiden; grüne Bohnen essen; die reifen Bohnen platzen von selbst auf
3. Samen
a) von 1: die reifen Bohnen enthalten viel Eiweiß; Bohnen einweichen, kochen; Bohnen sind schwer verdaulich; es gab dicke, saure Bohnen mit Speck
b) vom Kaffeestrauch, -baum: die Bohnen enthalten das Koffein; die Bohnen rösten, mahlen;
c) vom Kakaobaum: die fetthaltigen Bohnen;
4. /übertr.; Sonderbedeutungen/
a) Soldatenspr. scherzh. blaue Bohnen (Gewehrkugeln)
b) /verstärkt eine Verneinung/ salopp nicht die B., keine B. ganz und gar nicht: sie hat nicht die B. Respekt; er ist nicht die B. wert, ist nicht die B. aufgeregt; nicht die B. hat sie sich verändert; [die Besucher] gaffen und verstehen nicht die Bohne Brecht Galilei 4; hast du Angst? Keine B.!;

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Zitationshilfe
„Bohne“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Bohne>, abgerufen am 28.09.2020.

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