Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Brand, der

Brand, der; -(e)s, Brände
1. das Brennen, Aufgehen in Flammen: etw. gerät in B.; ein Haus in B. stecken, schießen; seine Pfeife in B. setzen, erhalten; einen B. (an)legen, verursachen, eindämmen, ersticken, löschen, austreten, verhüten; die Explosion löste einen B. aus; ein B. brach aus; der B. griff um sich, wütete, forderte viele Opfer; der B. hat die ganze Innenstadt in Schutt und Asche gelegt; dieser Stadtteil ist einem B. zum Opfer gefallen, wurde von einem B. heimgesucht; die Ursache des Brandes blieb ungeklärt; ein nächtlicher, weithin sichtbarer B. /bildl./ Und die Sonne versendet glühenden Brand Schiller Bürgschaft; /übertr./ geh. sie schürte, nährte den B. in seinem Herzen; den kalten Brand des Ehrgeizes spüren Uhse Bertram 196
2. /Sg. ungebräuchl./ das Brennende: Brände auf etw. schleudern, werfen; daß die Sorben jetzt die Brände tragen Freytag 8,371 (Ahnen)
3. /ohne Pl./ umg. quälender Durst: ich habe so einen B.; seinen B. kühlen;
4. /Pl. ungebräuchl./ Krankheit, die einer Verbrennung äußerlich ähnlich sieht
a) das Absterben von Organen, Geweben des lebenden Körpers: trockener, feuchter, schwarzer B.;
b) durch Verletzung, Parasiten hervorgerufene Veränderung an einer Pflanze

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Zitationshilfe
„Brand“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Brand>, abgerufen am 28.09.2020.

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