Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Brief, der

Brief, der; -(e)s, -e /Verkl.: Briefchen, Brieflein/
schriftliche Mitteilung an einen Entfernten, die in einem (geschlossenen) Umschlag durch die Post oder einen Boten befördert wird: einen B. schreiben, zusammenfalten, in d. Umschlag, Kuvert stecken, umg. zumachen⌝, zukleben, an jmdn. richten, adressieren, frankieren, abschicken, zur Post tragen, aufgeben, in den Kasten werfen, abgeben, überbringen, austragen, zustellen, befördern; jmdm. einen B. mitgeben; einen B. erwarten, bekommen, öffnen, aufreißen, umg. aufmachen⌝, lesen, beantworten, abfangen, zerreißen, verbrennen; einen B. unbeantwortet liegen lassen; jmdm. einen B. diktieren; der B. (aus der Heimat, von der Mutter) erreichte mich nicht rechtzeitig, wurde mir nachgeschickt; Briefe (mit jmdm., miteinander) wechseln; unsere Briefe haben sich gekreuzt; ein B. ohne Datum; ein langer, kurzer, dicker, wichtiger, dringender, anonymer, eigenhändig geschriebener, eingeschriebener, postlagernder, versiegelter B.; die eingelaufenen Briefe durchsehen; ein blauer B. (Mahnbrief des Lehrers an die Eltern wegen schlechter Leistungen des Schülers; veralt. amtliche Mitteilung einer Kündigung) ; ein offener B. (Brief, der öffentlich bekanntgegeben wird) ; /bildl./ jmdm. auf etw. B. und Siegel geben jmdm. die Wahrheit, Sicherheit von etw. beteuern: daß er kommt, darauf gebe ich dir B. und Siegel; er wird sich /Dat./ diesen B. nicht hinter den Spiegel stecken (wird diesen ihm peinlichen Brief niemandem zeigen) ein B. Stecknadeln (Stecknadeln, die, reihenweise auf Papier gesteckt, in einem kleinen Kuvert verkauft werden)

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Zitationshilfe
„Brief“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Brief>, abgerufen am 30.09.2020.

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