Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

Buckel, der

Buckel, der; -s, -
1. umg. Rücken: etw. auf den B. nehmen, packen; Tagelang ging er manchmal mit dem Rucksack auf dem Buckel in den Dörfern herum O. M. Graf Unruhe 19; salopp jmdm. den B. vollhauen (jmdn. verprügeln) es läuft ihm kalt über den B. (es schauert ihn) /bildl./ die kleinen Leute müssen immer den B. hin-, herhalten (alle Lasten tragen) er hat einen breiten B. (kann viel ertragen) er hat genug auf dem B. (hat es schwer genug) salopp scherzh. ihr könnt uns alle den B. lang-, runterrutschen (könnt uns gestohlen bleiben) Seelke hatte auch schon seine achtundvierzig auf dem Buckel (war achtundvierzig Jahre alt) Weiskopf 4,304
2. ein durch Wirbelsäulenverkrümmung verwachsener, krummer Rücken, Ast: er hat einen B.; Auf dem Podium sprach ein Mann mit Buckel von der Frankfurter Messe Döblin Alexanderpl. 55 die Katze macht einen (krummen) B.;
3. erhöhte, erhabene Stelle, Wölbung
a) kleiner Hügel: die flachen, gewellten Buckel der Dünen Seghers 1,90 (Aufstand) [ein] Hof, der … etwas abseits vom Dorf, auf einem kleinen, platten, grasigen Buckel stand O. M. Graf Unruhe 140
b) hist. Erhöhung in der Mitte des Schildes: der B. des Schildes war mit Edelsteinen verziert;

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Brief Bäckerbeine
Zitationshilfe
„Buckel“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Buckel>, abgerufen am 24.11.2020.

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