Diener, der; -s, -
1. jmd., der in abhängiger Stellung gegen Lohn, Gehalt Dienst tut
a) bei einer Privatperson als Hausangestellter: veraltend ein aufmerksamer, zuverlässiger, treuer D.; ein betreßter, livrierter, herrschaftlicher D. (Lakai) Und mach ich dirs recht, / Bin ich dein Diener, bin dein Knecht! Goethe Faust I 1648; einen D. einstellen, halten, entlassen /bildl./ umg. ein stummer D. (Serviertisch)
b) veraltend geh. bei einem öffentlichen Gemeinwesen: er ist ein D. des Staates, der Kirche; Steigt nicht selbst der fromme Diener Gottes, / Der würd'ge Pfarrer, mit herab? Schiller Tell II 2; ein D. am Wort (Seelsorger)
2. geh. Förderer, Helfer: ein D. des Fortschritts, Friedens; Ich [der Arzt] bin ein Diener der leidenden Menschheit! Th. Mann 2,593 (Zauberb.)
3. Kinderspr. Verbeugung: der kleine Junge machte (vor) seinem Onkel einen D.;
4. veralt. /als Ausdruck besonderer Höflichkeitsbezeugung gegenüber Respektspersonen in den Wendungen/ Ihr ergebenster D.!; Gehorsamster Diener, Herr Professor Niepeguck! Raabe I 1,5 (Sperlingsgasse)

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