Edel-, edel-:
-dame, die hist. adlige Dame: die Edeldamen wohnten dem Turnier bei;
-fäule, die fachspr. durch einen Pilz verursachte Überreife von Weintrauben, die einen bes. guten Wein sichert;
-fisch, der wertvoller Speisefisch: Lachs und Forelle sind beliebte Edelfische;
-frau, die hist. adlige Frau;
-fräulein, das vgl. -frau;
-gas, das Chem. aus der Luft gewonnenes Element, das keine Verbindung eingeht, farb-, geruch- und geschmacklos ist und hauptsächlich in der Beleuchtungstechnik verwendet wird;
-hirsch, der Rothirsch: ein stolzer E.; das herrliche Geweih des Edelhirsches;
-hof, der hist. Hof, Sitz eines Adligen;
-holz, das wertvolles Holz: eine Tischplatte aus E.; Parkett aus mehrfarbigem E.;
-kastanie, die Kastanie des Mittelmeergebietes, deren stärkereiche Früchte, die Maronen, eßbar sind;
-kitsch, der Neupräg. abwertend besonders großer Kitsch;
-knabe, der hist. Knappe, Page;
-knecht, der hist. Knappe;
-koralle, die in großer Tiefe auftretende Koralle warmer Gewässer;
-krebs, der in Mitteleuropa fast ausgestorbener Flußkrebs;
-mann, der /Pl. -leute, auch -männer/ hist. Adliger: ein deutscher, kleiner E.; die Edelleute gingen hinter dem König; wie ein E. handeln;
-marder, der großer, schöner Marder mit kostbarem dunkelbraunem Fell, der vorzüglich klettert und nachts auf Raub ausgeht;
-metall, das seltenes, kostbares Metall, das gegen chemische Einflüsse sehr widerstandsfähig ist: Gold, Silber, Platin sind Edelmetalle;
-mut, der geh. Selbstlosigkeit: aus E. handeln; seinen E. beweisen; jmdn. durch seinen E. entwaffnen, beschämen; sich an jmds. E. wenden; spött. vor E. (förmlich) triefen;
-mütig /Adj./ geh. selbstlos: eine e. Tat, Handlung; e. handeln; jmdm. e. verzeihen;
-obst, das hochwertiges Obst;
-reife, die vgl. -fäule;
-reis, das Reis, das zur Veredlung aufgepfropft wird;
-rost, der durch die Einwirkung von feuchter Luft entstandene grünliche Schicht auf Kupfer, Patina;
-sinn, der dicht. vgl. -mut;
-stahl, der Techn. hochwertige, besonders harte Stahlmischung: d. Legierung, Güte, Härte des Edelstahles;
-stein, der seltenes, kostbares Mineral, das wegen seiner Farbe und Härte und wegen seines Glanzes als Schmuck verwendet wird, Juwel: Diamanten, Rubine, Smaragde sind kostbare Edelsteine; ein echter, künstlicher, synthetischer, (un)durchsichtiger E.; ein in Gold, Platin gefaßter E.; er trug einen Ring mit blitzenden Edelsteinen; eine mit Edelsteinen besetzte Krone, Brosche, Nadel; d. Handel, Schmuggel mit Edelsteinen; d. Farbe, Schliff, Fassung des Edelsteines;
-tanne, die hohe Tanne mit weißgrauer Rinde, deren glänzende Nadeln unten zwei weiße Linien tragen;
-weiß, das; -/-es, -e im Hochgebirge auf Felsen und Geröll vorkommende Pflanze, die mit dichtem weißem Filz bedeckt ist und gelbe Blütenkörbchen trägt;
-wild, das Rotwild
zu -mann: Landedelmann zu -stein: Halb-, Naturedelstein

Metạll, das; -s, -e 〈griech.chemisches Element mit charakteristischem Glanz und einer meist silberweißen bis grauen Färbung, das geringe Lichtdurchlässigkeit, gute elektrische Leitfähigkeit und hohe Leitfähigkeit für Wärme besitzt: ein weiches, hartes, sprödes M.; glühendes, gehämmertes M.; edle, unedle, feste, flüssige, seltene Metalle; eine mit M. beschlagene Kiste; M. bearbeiten, walzen, bohren, feilen, drehen, schweißen, legieren, schleifen, polieren, schneiden; /bildl./ seine Stimme hat viel M. (ist hart, kräftig); Ich weiß aber, daß es manchmal gut ist, aus Metall (hartnäckig, fest, standhaft) zu sein E. Claudius Grüne Oliven 214
dazu Bi-, Bunt-, Edel-, Guß-, Halb-, Hart-, Leicht-, Löt-, Nichteisen-, Rein(st)-, Roh-, Schrift-, Schwarz-, Sinter-, Spuren-, Streck-, Uran-, Weißmetall

Zitationshilfe
„Edelmetall“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Edelmetall>, abgerufen am 15.11.2018.

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