Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

Ei, das

Ei, das; -(e)s, -er /Verkl.: Sg. u. Pl.Eichen, Pl.auch Eierchen/
1. weibliche Keimzelle, die sich nach der Befruchtung zum Embryo entwickelt: das tierische Ei; das Ei des Vogels; die Eier der Fische, Amphibien, Reptilien; die Entwicklung des Eis bis zum fertigen Lebewesen; die Henne legt täglich ein Ei; ein frisches, altes, faules, taubes, rohes, hartes, weiches, angebrütetes, gekochtes, gebratenes, buntbemaltes, ausgelaufenes Ei; Kochk. verlorene Eier (Eier, die aufgeschlagen und roh in kochendes Essigwasser gegeben worden sind) landsch. Eier abnehmen; die Eier liegen im Nest, im Brutschrank; die Eier ablegen, ausbrüten; ein Ei zerbrechen, abschrecken, aufschlagen, ausblasen, in der Brühe verquirlen; Kochk. die Suppe, einen Pudding mit einem Ei abziehen; /sprichw./ das Ei will klüger sein als die Henne (die Unerfahrenen halten sich für klüger als die Alten) das Ei des Kolumbus (eine verblüffend einfache Lösung) die Zwillinge gleichen sich wie ein Ei dem anderen; umg. jmdn. wie ein rohes Ei (sehr vorsichtig) behandeln, anfassen er geht wie aus dem Ei gepellt (ist sehr sorgfältig gekleidet) umg. scherzh. ich gehe wie auf Eiern (behutsam) /übertr./ Ich werde auf Eiern tanzen (sehr vorsichtig sein) müssen Rinser Mitte 263; salopp kümmere dich nicht um ungelegte Eier (um Dinge, die dich nichts angehen) damit hat es, das hat seine Eier (Schwierigkeiten)
2. /nur im Pl./ salopp Mark: er hatte die fünfhundert Eier schon ganz sicher in seiner Tasche gefühlt Fallada Jeder stirbt 253

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Zitationshilfe
„Ei“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Ei>, abgerufen am 25.01.2020.

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