Eisen-, eisen-:
-ader, die Ader, die Eisenerz enthält;
-arbeiter, der vgl. -gießer;
-bahn, die s. Eisenbahn;
-band, das: Eisenbänder um eine Kiste; etw. ist mit Eisenbändern beschlagen; ein zerrissenes E.;
-bart, der /ohne Pl./ 〈dt. EN〉 der Doktor E. (Arzt, der derbe Kuren anwendet);
-bau, der vgl. Stahlbau;
-beschlag, der: eine alte Truhe mit Eisenbeschlägen;
-beschlagen /Adj./: e. Absätze; die e. Spitze eines Stockes; ein e. Tor;
-beton, der vgl. Stahlbeton;
-blech, das: vor dem Ofen lag ein E.;
-chlorid, das Chem.;
-draht, der: ein dünner, dicker E.;
-erz, das eisenhaltiges Erz: die Eisenerze der Erdkruste; ein wichtiges E.; die Aufbereitung der Eisenerze;
-erzgewinnung, die;
-farbe, die Eisenoxydfarbe;
-fresser, der abwertend dreister Aufschneider, bes. auf militärischem Gebiet: der langweilige Ehrgeiz unbefriedigter Eisenfresser Werfel Musa Dagh 395; So ein Bramarbas und Eisenfresser, / Will einnehmen alle festen Schlösser Schiller Wallenst. Lager 8;
-gang, der vgl. -ader;
-geländer, das: da hatte er das Ende des Eisengeländers in der Hand Kluge Zaubergeige 57;
-gerät, das: ein schweres E.;
-gestell, das;
-gewinnung, die;
-gießer, der Arbeiter an den Schmelzöfen einer Eisengießerei;
-gießerei, die;
-gitter, das: um den Vorgarten zog sich ein E.;
-glanz, der Geol. Min. /wichtiges Eisenerz/;
-grau /Adj./: ein e. Füllen; mit der breiten Stirn unter dem kurzgeschnittenen, eisengrauen Haar Feuchtw. Nero 77;
-guß, der
   1. das Gießen des Eisens
   2. das gegossene Eisen;
-haken, der: einen E. eindübeln;
-haltig /Adj./ Eisen enthaltend: e. Erze; eine e. Nahrung; eine e. Medizin;
-hammer, der veralt. Eisenhüttenwerk: Der Herr, der spricht zu Fridolin: / »Mußt gleich zum Eisenhammer hin ...« Schiller Gang nach dem Eisenhammer;
-handlung, die Geschäft, in dem eiserne Werkzeuge und Haushaltgeräte verkauft werden;
-hart /Adj./ geh.: der e. Boden; aber Siegfrieds eisenharte Linke schickte Herbert ein zweites Mal zu Boden Schallück Reineke 200; auf dem eisenhart gefrorenen Tauschnee A. Zweig Grischa 19; /übertr./ ein Antlitz war es, mit strengen, eisenharten Zügen G. Hermann Gebert 422;
-hut, der in hohen Stauden wachsendes Hahnenfußgewächs der Mittel- und Hochgebirge mit gelben oder blauvioletten Blüten, deren oberes Kronblatt in seiner Form an einen Helm erinnert;
-hütte, die vgl. -hüttenwerk;
-hüttenwerk, das Hüttenwerk zur Gewinnung und ersten Verarbeitung von Eisen aus Eisenerzen;
-industrie, die die eisenschaffende und eisenverarbeitende Industrie;
-karbonat, das Geol. Min. /wichtiges Eisenerz/ vgl. -oxyd;
-kette, die: Dann quietschte eine Eisenkette, und der Ufersand knirschte Rinser Lobel 32;
-kies, der Geol. Min. /wichtiges Eisenerz/;
-klammer, die: Eisenklammern einschlagen; der Arm umschloß ihn wie mit einer E.;
-konstruktion, die vgl. Stahlkonstruktion: auf die Eisenkonstruktion des kühnen Bauwerkes [des Eiffelturmes in Paris] eingehend Grass Blechtrommel 246;
-lack, der schnell trocknender schwarzer Lack für Eisen- und Stahlteile, der gegen Rost schützt;
-legierung, die Chem. Legierung des Eisens mit Kohlenstoff und anderen Elementen, bes. Metallen;
-nagel, der;
-ofen, der: In eine Stube führte er ihn, wo ein Eisenofen brannte Döblin Alexanderpl. 12;
-oxyd, das Geol. Min. /wichtiges Eisenerz/: vor der Verhüttung werden Eisenkarbonate und Eisensulfide in Eisenoxyde umgewandelt;
-oxydfarbe, die Chem. Farbe, die Eisenoxyd als Hauptbestandteil enthält;
-panzer, der hist.: der Ritter trug einen E.; etw. legt sich wie ein E. um jmds. Herz;
-präparat, das eisenhaltiges Präparat, das die Blutbildung und den Stoffwechsel der Zellen anregt;
-quelle, die eisenhaltige Quelle;
-riegel, der: der E. an der Tür;
-ring, der: die Kette hing an einem E.;
-rüstung, die hist.: der Ritter trug eine E.;
-säge, die: die E. ansetzen;
-säuerling, der eisenhaltige Heilquelle mit freiem Kohlendioxyd;
-schaffend /Adj./ Neupräg.: die e. Industrie (Industrie der Eisenhüttenwerke);
-schiene, die;
-schimmel, der eisengraues Pferd: »Ich hab' das Pferd für dich gekauft ... den Eisenschimmel ...« Weiskopf 1,641 (Abschied v. Frieden);
-schlacke, die Schlacke von der Eisenverhüttung: die E. entfernen;
-schüssig /Adj./ Geol. Min. mit Eisenverbindungen stark durchsetzt: e. Tone;
-spat, der Geol. Min. /wichtiges Eisenerz/;
-spitze, die: der Stock hatte eine E.;
-stab, der: die Eisenstäbe des Gitters;
-ständer, der: Sie [die geschlachteten Schweine] hängen an Eisenständern, kopfabwärts Döblin Alexanderpl. 139;
-stange, die: eine lange, schwere, dünne, dicke, rostige E.;
-sulfid, das Geol. Min. /wichtiges Eisenerz/ vgl. -oxyd;
-teil, das auch der: alle Eisenteile müssen vor Rost geschützt werden;
-träger, der: schwere, mächtige E.; die E. einer Brücke; die Montage schwerer E.;
-treppe, die: eine schmale E.;
-tür, die: in dessen kleinem Büro hinter der Eisentür Brecht Dreigroschenroman 211; eine siebenfach versperrte Eisentür Werfel Musa Dagh 516;
-verarbeitend /Adj./ Neupräg.: die e. Industrie;
-verbindung, die;
-verhüttung, die;
-warenhandlung, die vgl. -handlung;
-wasser, das eisenhaltiges Wasser;
-werk, das vgl. -hüttenwerk;
-zeit, die Archäol. vorgeschichtliche Zeit, die in Mitteleuropa etwa um 1100 vor der Zeitenwende begann und in der Eisen gewonnen und als Gebrauchsmetall verwendet wird
zu -erz: Braun-, Rasen-, Roteisenerz

Farbe, die; -, -n
   1. durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufene Erscheinung vor dem Auge
   a) die rote, grüne, gelbe, weiße F.; eine helle, lichte, grelle, düstere, dunkle, matte F.; bunte, warme, kalte, weiche, harte, zarte, satte, lebhafte, frische, kräftige, leuchtende, schreiende, gedeckte, gedämpfte, stumpfe Farben; die Farben des Regenbogens, Sonnenspektrums; die F. des Pullovers steht ihr gut; die Farben der Möbel, Gardinen und Tapeten sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen, umg. beißen sich (passen nicht zueinander)⌉; die Farben des Kleides sind verblaßt, verschossen; welche F. hat dein neuer Mantel?; der Stoff gefällt mir gut in F. und Muster; Schihosen, Anoraks in modischen Farben; die Gladiolen leuchten in den herrlichsten Farben; der Edelstein glitzert, schillert, spielt in allen Farben; Gesichtsfarbe: eine gesunde, frische, krankhafte, blasse F. haben; bei dieser Nachricht, plötzlich, vor Zorn wechselte er die F. (bekam er eine andere Gesichtsfarbe); seine Bestürzung war so groß, daß die F. aus seinen Zügen wich, sein Gesicht alle F. verlor (er blaß, bleich wurde); nur langsam bekam er nach der Krankheit wieder (etwas, eine bessere) F.; Und das ist Glen, die hatte immer so trübselige Farben (Kleidung in trübseligen Farben) an Gaiser Schlußball 31; diese F. (Kleidung in dieser Farbe) steht ihr gut
   b) Buntheit im Ggs. zu weiß, schwarz: das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, zum Teil in F.; Aber die Sonne duldet kein Weißes: / ... Alles will sie mit Farben beleben Goethe Faust I 913
   c) /als Symbol
   α) für eine Nation; Sg. ungebräuchl./ die Farben des Landes, der Republik; die französischen Farben; das Flugzeug trug die amerikanischen Farben; er wird für die deutschen Farben starten, hat den Sieg für die deutschen Farben errungen
   β) für eine Partei/ die F. (Partei) wechseln; Die Bayernpartei, von den Journalisten aller Farben ... als Lieferantin kräftiger Pointen geschätzt Tageszeitung BRD 1956
   γ) für eine Verbindung, Vereinigung, Mannschaft; Sg. ungebräuchl./ die Farben der studentischen Verbindung, des Tanzkreises, der Handballmannschaft sind grün-weiß, blau-rot
   δ) für einen Begriff/ die F. der Hoffnung ist Grün; Rot ist die F. der Liebe
   d) /übertr./ als durch einen Zufall eine ganz neue Farbe (etwas ganz Neues) in sein Dasein kam Hesse 1,639; Ausdruckskraft: daß landschaftliche Sprachformen bis in die Schriftsprache vordringen und ihr Farbe geben Sprachdienst 1964; seine Theaterberichte hatten keine F.; Leben, Lebendigkeit: In dürren Zeitungsnotizen spuken die Namen solcher Gefährten, die im Buch vielleicht ein wenig Saft und Farbe bekamen Seghers 1,94 (Gefährten); erst in der zweiten Halbzeit kam F. in das Spiel; Mus. Klangfarbe: der Komponist brachte die Variationen in verschiedenen Farben
   2. färbendes Mittel: blaue, weiße, dunkelgrüne, hellbraune F.; eine echte, unechte, natürliche, künstliche, flüssige, pulverförmige F.; dicke, verdünnte, wässerige, in Terpentin lösliche, lichtbeständige, kochechte, gesundheitsschädliche, giftige Farben; die Farben der Decke sind beim Waschen ausgegangen, ausgelaufen; die F. hat bereits gebunden, deckt (gut), blättert, bröckelt, platzt von den Wänden (ab); Farben mischen, einrühren, mit Wasser anrühren; die Farben des Gemäldes auffrischen; der Stoff hat die F. gut, nicht angenommen; eine F. (dick, dünn) auftragen; Leim ist ein Bindemittel für Farben; es riecht nach F.; /bildl./ etw., d. Zukunft, Reise ins Ausland in den rosigsten, schillerndsten, verlockendsten Farben (besonders günstig) darstellen, schildern, in den dunkelsten, düstersten, schwärzesten Farben (besonders ungünstig) ausmalen; veralt. F. halten treu, beständig sein: Und hat sich keinen Freund damit, nicht einen / Erkauft, der in der Not ihm Farbe hielt! Schiller Wallenst. Tod IV 2
   3. /Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten/ welche F. ist Trumpf?; eine F. ausspielen, anspielen; F. zugeben, bedienen; /übertr./ umg. F. bekennen (seine wahre Meinung offenbaren)
zu 1 a /in Verbindung mit Teilen des menschlichen Körpers, z. B./ Augen-, Gesichts-, Haar-, Hautfarbe; /ferner in/ Anlauf-, Fehl-, Haupt-, Holz-, Kontrast-, Lieblings-, Mode-, Normal-, Regenbogen-, Spektral-, Stubenfarbe zu 1 c α Bundes-, Landes-, Nationalfarben zu 1 d Klangfarbe zu 2 /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Deck-, Druck-, Grundier-, Leucht-, Stempel-, Tarn-, Tuschfarbe; /in Verbindung mit Bindemitteln, z. B./ Lack-, Leim-, Öl-, Temperafarbe; /in Verbindung mit Metallen und Materialien, z. B./ Blei-, Eisen(oxyd)-, Emaille-, Kalk-, Leder-, Metall-, Stoff-, Teerfarbe; /ferner in/ Anilin-, Aquarell-, Drucker-, Grund-, Künstler-, Mineral-, Lasur-, Pastell-, Plakat-, Schutz-, Speise-, Spezial-, Wasserfarbe zu 1 a u. 2 /in Verbindung mit Farbbezeichnungen, z. B./ Azur-, Champagner-, Elfenbein-, Ocker-, Zitronenfarbe; /ferner in/ Bronze-, Komplementär-, Misch-, Naturfarbe

Zitationshilfe
„Eisenoxydfarbe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Eisenoxydfarbe>, abgerufen am 23.04.2018.

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