Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

Faser, die

Faser, die; -, -n /Verkl.: Fäserchen/
einem Faden ähnliches, feines, dünnes Gebilde von unterschiedlicher Länge, das meist versponnen werden kann: eine lange, kurze, dünne, dicke, kleine, weiße, bunte F.; eine schmiegsame, zugfeste, elastische, brüchige, holzige F.; textile Fasern; die Fasern des Flachses, Hanfes, Holzes, der Baumwolle, Palme; die feinen Fäserchen des Schaffelles; wenn man die Perlonstrümpfe nach dem Tragen in kaltes Wasser legt, dann hält die F. sehr lange; ein Waschmittel für Fasern aller Art; an ihrem Rock hing ein Fäserchen; d. Güte, Länge, Festigkeit, Querschnitt der F.; eine neue, synthetische F. erfinden, herstellen; Fasern liefernde Pflanzen, Tiere; der Vogel trug die abgezupften Fasern der Kokosnuß in sein Nest; die Fasern (vom Kleid, Anzug) abbürsten, ablesen; Garne, Stoffe, Gewebe aus pflanzlichen, tierischen, künstlichen, chemischen Fasern; Isolierstoffe aus mineralischen Fasern; die Fasern der Muskeln, Nerven, des Fleisches; /übertr./ Es ist keine gute Faser an ihm (er taugt nichts) G. Hauptm. Kramer II; mit jeder F., allen Fasern (seines Herzens) an jmdm., etw. hängen, bei jmdm., etw. sein; umg. er hatte mit keiner F. (überhaupt nicht) an sie, ihren Geburtstag gedacht

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Zitationshilfe
„Faser“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Faser>, abgerufen am 23.09.2021.

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