Falle, die; -, -n
1. Vorrichtung zum Fangen von (schädlichen) Tieren: Fallen für Mäuse aufstellen; eine F. für Füchse, schädliche Tiere stellen, legen; der Marder wittert die F., ist in die F. gegangen, geraten; der Speck lockte die Maus in die F.; die F. klappt zu, fällt zu; ein Tier in einer, mit einer F. fangen /bildl./ Hinterhalt, durch den man jmdn. zu Fall bringen, hereinlegen will: dies ist eine böse, plumpe, grobe F.; die Prüfungsaufgaben enthielten einige Fallen; jmdm. eine F. stellen; jmdn. (mit etw.) in eine F. locken; (jmdm.) in die F. gehen; in eine F. geraten; blindlings in eine F. laufen, umg. tappen; daß sie dich mit diesem Protokoll für immer in der Falle haben, ist doch ganz klar Fallada Jeder stirbt 225; Jetzt sitz ich in der Falle! O. M. Graf Unruhe 260; jmdn. vor einer F. bewahren, aus einer F. retten; die gestellte F. wahrnehmen, merken, umg. wittern
2. salopp Bett: er geht abends zeitig in die F.; müde sank, kroch er in seine F.; sich in die F. hauen (ins Bett gehen) Ich könnte mich gleich wieder in die Falle hauen, sagte Zawilski gähnend Uhse Bertram 477
3. Riegel des Türschlosses, der durch die Klinke vor- und zurückgeschoben wird; schweiz. Türklinke: Er drückte nach kurzem Zögern die Falle nieder, da er in der Dunkelheit keine Klingel finden konnte Dürrenmatt Richter 30

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