Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

Flasche, die

Flasche, die; -, -n /Verkl.: Fläschchen/
1. verschließbares, vorwiegend zylindrisch geformtes Hohlgefäß, meist aus Glas, mit halsartiger Verengung, das zum Aufbewahren von Flüssigkeiten dient: eine F. aus Glas, Keramik, Kunststoff, Stahl; eine große, kleine, bauchige, dicke, leere, volle, offene F.; Eine strohumflochtene Flasche war meist mit italienischem Rotwein gefüllt Hesse 4,195 (Steppenw.) ; eine entkorkte, angebrochene F.; Nachbarin! Euer Fläschchen! Goethe Faust I 3834; eine F. füllen, verkorken, mit einem Korken, Stöpsel verschließen, öffnen, aufkorken, leeren; eine F. Wein trinken; Flaschen spülen, reinigen; zwei Flaschen Bier holen; die F. ansetzen, (vom Mund) absetzen; dem Kind die F. (Milchflasche) geben das Kind nimmt die F. nicht; Bier, Wein auf Flaschen ziehen (in Flaschen füllen) das Bier gleich aus der F. trinken; wir saßen bei einer F. vortrefflichen Weines; etw. in eine F. füllen; Bier, Milch in Flaschen verkaufen; d. Säugling, Lamm, Kalb mit der F. (Milchflasche, nicht durch die Mutter selbst) großziehen, ernähren jmdn. zu einer F. Wein einladen; /bildl./ umg. scherzh. einer F. den Hals brechen
2. salopp Schimpfw. ungeschickter, untauglicher Mensch, Tölpel: so eine F.!; das ist aber eine F.!; Meine ganze Korporalschaft besteht nur aus Flaschen Kirst Null-Acht Fünfzehn 107; du F.!;

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Zitationshilfe
„Flasche“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Flasche>, abgerufen am 19.02.2020.

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