Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 2. Band, 1967

Gasse, die

Gasse, die; -, -n /Verkl.: Gäßchen/
1. von Häusern eingefaßte, sehr schmale Straße: eine enge, winklige, krumme, steile G.; die Gassen der Altstadt sind holprig und finster; sie wohnte in einer kleinen G.; auf der abgelegenen G. war kein Mensch zu sehen; österr. Straße: Speisen und Getränke auch über die G.; schmaler Weg zwischen Zäunen, Mauern, Bergwänden: Durch diese hohle Gasse muß er kommen Schiller Tell IV 3; Durchgang durch ein von Menschen gebildetes Spalier: der Trauerzug durchschritt die G. der Männer und Frauen /übertr./ der Sturm reißt oft Gassen in den Waldbestand (knickt die Bäume, so daß ein freier Streifen entsteht) umg. das kann man auf allen Gassen (überall) hören /sprichw./ er ist Hansdampf in allen Gassen (kennt sich überall aus) geh. Der Freiheit eine Gasse! Büchner Danton II
2. umg. die Bewohner von 1: Fuhr sie durch die Stadt / Im Hemd, um den Hals ein Schild, das Haar geschoren. / Die Gasse johlte Brecht Gedichte 94

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Zitationshilfe
„Gasse“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Gasse>, abgerufen am 26.11.2020.

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