Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Güte, die

Güte, die; -, -n
1. /ohne Pl./ das Gütigsein, die hilfreiche und verzeihende Gesinnung: die G. des Herzens; seine G. kannte keine Grenzen; geh. jmds. Gesicht strahlt (grenzenlose) G. aus; sie war die G. selbst, die wandelnde G., die G. in Person (war sehr gütig) er sprach voll G., sah das Kind voller G. an; durch jmds. G.; in seiner G. ließ er es nicht zu, daß …; mit G. kommt man da nicht weiter; geh. würden Sie bitte die G. (Freundlichkeit) haben, die Tür zu schließen, aufzustehen! /höfliche Aufforderung/; salopp ach, du meine G.! /Ausruf der Verwunderung, Bestürzung/; veraltend durch G. /Abk.: D. G.; Aufschrift auf Briefen, die durch private Vermittlung und nicht durch die Post oder durch einen Boten ausgehändigt werden/ ; in G. im guten, ohne Streit, gütlich: sie hatten sich in G. geeinigt, gingen in G. auseinander; ich sage es dir in G.; in G. geht alles;
2. /Pl. ungebräuchl./ das Gutsein, die gute Qualität, Beschaffenheit: die G. dieser Ware ist bekannt; diese Marke ist ein Begriff für G.; der Name bürgt für G.; die G. der Instrumente ist die Voraussetzung für den Erfolg; in bekannter G.; Qualität, Beschaffenheit: ein Wein erster, zweiter, mittlerer G.; e. Hotel, Straße vierter G.; Stoffe verschiedener Güten; Waren letzter G. (minderwertige Waren) nach der G. geordnet;
3. umg. sich /Dat./ (an etw.) eine G., scherzh. ein Gütchen⌝ tun reichlich von etw. nehmen, sich an etw. gütlich tun, gehörig erquicken: er tat sich eine G. an den Erdbeeren, an dem kühlen Getränk; er wollte sich einmal eine G. tun; scherzh. daran wollten sie sich ein Gütchen tun

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Zitationshilfe
„Güte“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Güte>, abgerufen am 26.11.2020.

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