Gabel, die; -, -n
1. Gerät, das an einem Stiel zwei oder mehrere Zinken hat und mit dem man etw. aufhebt
a) kleines Gerät zum Essen und Vorlegen der Speisen: etw. auf die G. nehmen, mit der G. zerkleinern; Fleisch mit der G. anstechen; mit Messer und G. essen; scherzh. die fünfzinkige G. Hand: er aß das Kotelett mit der fünfzinkigen G.;
b) größeres Gerät in Landwirtschaft und Bergbau: d. Heu, Stroh mit der G. aufstecken; Mist mit der G. aufnehmen; eine G. für Kohlen, Steine;
2. /übertr.; Dinge, die einer Gabel äußerlich ähnlich sind/
a) das Rohr ruht in einer G. (Stütze, die sich in zwei Arme teilt) der Schnee lag in den Gabeln (Verzweigungen) der Bäume der Pfad bildet eine G. (teilt sich in zwei Pfade)
b) Vorrichtung zur Aufnahme des Telefonhörers: den Telefonhörer von der G. nehmen; den Hörer auf die G. legen, in die G. fallen lassen; Mit einem Finger hättest du die Gabel herunterdrücken können Schallück Reineke 155
c) gabelförmiger Teil des Fahrrades, zwischen dem das Rad befestigt ist: die G. ist gebrochen;
d) Deichsel des Einspänners: er trug ihm auf, das Pferd in die G. zu spannen;
e) Jägerspr. eine Geweihstange, die nur zwei Enden hat: beim Elch ist die Form der Gabeln meist ungleichartig;
3. Schach gleichzeitiger Angriff eines Bauern auf zwei Figuren: So zieh' / Ich in die Gabel Lessing Nathan II 1

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