Geld-, geld-:
-angelegenheit, die: in Geldangelegenheiten genau, zuverlässig sein;
-anlage, die: d. Objekt, Haus ist eine gute G.;
-aufwand, der: die neue Universität ist mit dem größten G. gebaut worden;
-ausgabe, die: in diesem Monat hatte ich große Geldausgaben;
-betrag, der: die Anschaffung erfordert einen größeren G.;
-beutel, der kleiner Beutel, in dem Geld aufbewahrt wird: veraltend ein G. voller Taler, Dukaten; er schloß seinen Mund dabei so fest wie einen Geldbeutel, den man mit Schnüren zusammenzieht Th. Mann 1,152 (Buddenbr.); /bildl./ umg. einen dicken, vollen G. haben (viel Geld haben); tief in den G. greifen (viel Geld ausgeben); den Daumen auf den G. halten (kein Geld hergeben); Reisende mit schmalem Geldbeutel finden in Paturien keinen Einlaß Kusenberg Nicht zu glauben 26; er war vom väterlichen G. (Geld) abhängig; für diese Anschaffung reicht mein G. nicht;
-börse, die Portemonnaie: Als ich wegging, nahm die Großmutter ein Fünfzigpfennigstück aus ihrer Geldbörse Becher 4,144 (Abschied);
-briefträger, der Angestellter der Post, der Geldsendungen ins Haus bringt;
-buße, die Jur. Strafbetrag für eine geringfügige Rechtsverletzung: jmdm. eine G. auferlegen; er mußte eine G. bezahlen;
-einteilung, die: eine schlechte G.;
-entschädigung, die geldlicher Ausgleich für einen Schaden: jmdm. eine angemessene G. geben; für den Verlust des Paketes erhielt er eine G.;
-entwertung, die: eine steigende, fortschreitende G.; die G. hat den Charakter einer Inflation; Hinzu kam, daß durch die Geldentwertung die Arbeitslöhne der Kriegsgefangenen nicht mehr zum Unterhalt ausreichten Welk Hoher Befehl 488;
-ertrag, der: das Unternehmen ist nur auf G. angelegt; etw. wirft einen hohen G. ab;
-erwerb, der: seinem G. nachgehen; er betrachtete seinen Beruf als einen G.; man hat zum Schluß eine geordnete Bildung ... die einem die Entschlossenheit zum Gelderwerb gibt Kafka Amerika 107;
-forderung, die: eine G. geltend machen, anmelden; eine G. an jmdn. haben;
-frage, die: die Anschaffung eines Autos, das Ganze ist nur eine G. (hängt davon ab, ob man es bezahlen kann);
-geber, der jmd., der zur Gründung eines Unternehmens Geld gibt oder es mit seinem Geld unterstützt: ein einflußreicher, privater G.; Geldgeber für Auswertung einer sehr guten Erfindung (Massenartikel) gesucht Tageszeitung BRD 1954;
-geschenk, das Geschenk in Form von Geld: ein kleines G.; jmdm. ein G. machen;
-gewinn, der vgl. -geschenk;
-gier, die: seine G. kennt keine Grenzen;
-gierig /Adj./: ein g. Mensch; Mutter Balzac ist eine Kleinbürgerin, sparsam, zäh, geldgierig St. Zweig Balzac 110;
-heirat, die Heirat um des Geldes willen;
-kassette, die: die G. mit der gesamten Tageseinnahme war den Räubern in die Hände gefallen;
-katze, die veralt. meist um den Leib geschnallter, lederner Geldbeutel: die G. umschnallen; [er] zog endlich mit rüstigen Schritten aus dem Tore ... mit seiner dicken Geldkatze und seinem Stabe G. Keller 4,70 (Gr. Heinrich)⌉; /bildl./ umg. scherzh. das Ministerium hat in diesem Jahr in die Geldkatze (Staatssäckel) gegriffen und 10 000 Mark zur Vorbereitung des Festes bewilligt Tageszeitung 1954;
-klemme, die umg. vgl. -verlegenheit: in einer G. sein; ich befand mich in einer peinlichen G.;
-knappheit, die: es herrschte allgemeine G.;
-macht, die: Die Kirche war schon in heidnischer Zeit durch freiwillige Steuern und Vermächtnisse eine Geldmacht Tralow Kepler 112;
-mangel, der: jmd. leidet an G.; aus G. etw. aufgeben müssen;
-mann, der /Pl. --, -männer/ umg. jmd., der viel Geld besitzt: er suchte einen G. für seine Pläne;
-markt, der Wirtsch. Markt für kurzfristige Kredite: den G. beherrschen; Dadurch verflüssigt sich der Geldmarkt Tageszeitung BRD 1956;
-mittel, die /nur im Pl./ Geldbeträge für einen bestimmten Zweck: G. bewilligen, flüssigmachen, aufwenden; die erforderlichen G. bereitstellen; über große, ausreichende G. verfügen; die G. sind knapp, beschränkt;
-not, die vgl. -verlegenheit: er geriet in immer größere G.; besaß er eine reiche Großmutter ... die ihm in allerhand Geldnöten beizustehen pflegte G. Keller 7,179;
-opfer, das: ein G. bringen; die Arbeiten konnten nur unter bedeutenden Geldopfern geleistet werden;
-prämie, die vgl. -geschenk: jmdn. mit einer G. auszeichnen;
-protz, der abwertend jmd., der mit seinem Geld protzt: reiche, exklusive Geldprotzen;
-quelle, die Möglichkeit, Geld zu erwerben: die G. fließt reichlich, ist erschöpft; Die Landwirtschaft wurde auch eine Geldquelle Mehring Dt. Geschichte 28;
-rolle, die; Münzen von gleicher Größe, die, aneinandergelegt, eine Rolle bilden und fest in Papier gewickelt sind;
-sache, die; /meist im Pl./ vgl. -angelegenheit: in Geldsachen unerfahren sein; jmdm. in Geldsachen kein Vertrauen schenken; umg. in Geldsachen hört die Gemütlichkeit auf⌉; in Geldsachen verstand er keinen Spaß;
-sack, der
   1. vgl. -beutel: veralt. Mit wichtiger Miene öffnete der Bauer den Geldsack Polenz 1,66 (Büttnerbauer); /bildl./ umg. auf dem G. sitzen (kein Geld ausgeben); der Erlös sollte dazu dienen, das Loch im G. zu stopfen (die finanziellen Verhältnisse zu verbessern)
   2. salopp abwertend vgl. -mann: die Herrschaft der Geldsäcke; in diesem Lokal verkehren die Geldsäcke; unser Kampf gilt ... den korrupten und schmarotzenden Geldsäcken Putlitz Unterwegs 96;
-säckchen, das vgl. -beutel;
-säckel, der vgl. -beutel;
-sammlung, die: eine öffentliche G.;
-schein, der Schein der Notenbank, der einen bestimmten Wert repräsentiert, Banknote: die Geld scheine in die Brieftasche stecken;
-schiff, das scherzh.: 'Leo', sagte er, 'du hast Glück. Geldschiff angekommen.' (Geld angekommen) Fontane I 4,22 (Poggenpuhls);
-schneiderẹị, die salopp abwertend Forderung, die im Verhältnis zum Wert einer Sache oder als Gegenwert für eine Leistung zu hoch erscheint: dieser Mantel kostet 400 Mark, das ist doch G.!;
-schrank, der Kassen-, Panzerschrank zur feuer- und diebessicheren Aufbewahrung von Geld, Schmuck und wertvollen Dokumenten: ein feuerfester G.; einen G. aufbrechen, ausrauben, salopp knacken;
-schrankknacker, der salopp Dieb, der einen Geldschrank aufbricht und ausraubt: ein steckbrieflich gesuchter G.;
-schwierigkeiten, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./: sie hatten ständig G.;
-sendung, die vgl. -geschenk: eine G. war eingetroffen;
-sorgen, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./ vgl. -schwierigkeiten: aller G. enthoben sein;
-spende, die vgl. -geschenk: dem Aufruf folgten Sach- und Geldspenden;
-strafe, die vgl. -buße: eine G. aussprechen; jmdm. eine G. auferlegen;
-stück, das Münze: er zählte mehrere Geldstücke auf den Tisch;
-summe, die: eine kleine G.; er verwandte große Geldsummen zur Renovierung des Hauses; jmdm. etw. gegen eine G. überlassen;
-täschchen, das vgl. -börse; sie griff nach ihrem G.;
-tasche, die s. -täschchen;
-umlauf, der
   1. Umlauf des Geldes: die Geschwindigkeit des Geldumlaufs ist volkswirtschaftlich von großer Bedeutung
   2. Summe des in Umlauf befindlichen Geldes: in der ersten Zeit schien es sogar, als ob der vergrößerte Geldumlauf zu einer wirtschaftlichen Blüte führen würde Brugsch Arzt 225;
-umtausch, der;
-unterstützung, die: jmdm. eine G. gewähren; sie entzogen ihm die G.;
-verdiener, der umg.: der Vater ist der G. der Familie;
-verkehr, der: die Firmen standen miteinander in starkem G.;
-verlegenheit, die Verlegenheit aus Mangel an Geld: in G. geraten; ich bin in einer großen G.;
-verschwendung, die: das wäre Zeit- und G.;
-vorrat, der;
-wert, der Kaufkraft der Währung eines Landes;
-wirtschaft, die Wirtschaftsform, bei der Geld als allgemeines Tausch- und Zahlungsmittel fungiert: Aus der jetzt entstehenden Warenproduktion ging der Handel ... hervor, was Geldwirtschaft bedingte Bebel Frau 75;
-zirkulation, die;
-zuwendung, die vgl. -geschenk: jmdm. eine G. machen; er erhielt Geschenke und Geldzuwendungen


Stück, das; -(e)s, -e /- / landsch. salopp Stücker
   1. /Pl. -e; Verkl.: Stückchen/ einzelner (willkürlich, gewaltsam abgetrennter) Teil eines Ganzen: das Hochwasser hat große Stücke vom Ufer abgerissen; sie zerriß den Brief und warf die Stücke ins Feuer; ein S. (von etw.) abbeißen; [worauf der Pudel den Zucker zerbiß] und nun Stück für Stück gemächlich auffraß Renn Kindheit 127; Alle ... schnitten mit dem Messer Stücke Fleisch [aus dem gefallenen Pferd] heraus Renn Krieg 364; ein Stückchen Pappe; ich habe ein schönes S. Fleisch, Lendenbraten, Wurst, geräucherten Schinken gekauft; umg. er hat das größte S. erwischt⌉; ein S. frisches Brot; ein (kurzes, langes) S. Bindfaden, Draht; ein S. vom Fleisch abschneiden; hast du ein S. von dem Stoffübrig?; landsch. Käse, Wurst im, am S. (nicht in Scheiben geschnitten, nicht aufgeschnitten) kaufen⌉; in Stücke: einen Brief in (kleine) Stücke (zer)reißen; Es wurden Arbeiter ... beim Sprengen in Stücke gerissen Kellerm. Tunnel 140; alles in Stücke schlagen wollen; Kartoffeln, Fleisch, Schinken in kleine Stücke schneiden; Sie werfen mit Fußtritten die Amphora um, die in Stücke geht (entzweigeht) Brecht Cäsar 127; der Teller zerbrach in tausend Stücke; /übertr./ umg. sich für jmdn. in Stücke reißen lassen (sich für jmdn. völlig aufopfern, alles für jmdn. tun)⌉; ich konnte ein S., Stückchen Himmel, ein S. des Himmels sehen; der Autor will ein S. Vergangenheit lebendig machen; sie hat ein S., Stückchen Welt gesehen; die Möbelbedeuteten ihm ein S. Heimat; ich habe leider nur ein S. von dem Vortrag gehört; in wilder Fahrt hörte Hermann Stücke (Bruchstücke) von Sätzen Seghers Ausflug 91; denn er [Thälmann] ist ein Stück von uns Turek Wende 111; /bei Mengenangabe meist Pl. Stück/ einzelner (abgetrennter) Teil eines Ganzen, der selbst ein Ganzes, eine Einheit bildet, in sich abgegrenzter, geschlossener Teil eines Ganzen: Kuchen in Stücke schneiden; ein (großes, kleines, dickes, dünnes) S. Kuchen; ein halbes S. Torte; er aß drei S., Stücke (von dem) Pflaumenkuchen; ein S. Schokolade; Die Betten der Nachbarn nahm er auseinander und trug Stück um Stück in die Höfe J. Roth Hiob 252; er konnte ganze Stücke (Abschnitte, Passagen) aus derOdyssee auswendig
   2. /Pl. -e; bei Mengenangabe meist Pl. Stück; Verkl.: Stückchen/ bestimmte Menge eines Stoffes, Materials, einer Substanz, die ein in sich begrenztes Ganzes bildet (und eine handelsübliche Form, Abmessung hat): ein S. Zucker; er nahm zwei S. (Zucker) in den Kaffee; ein S. Seife; ein S. (250 Gramm abgepackte) Butter; zwei S., Stücke Butter; das Format dieses S. (Bogen) Papiers, dieses Stückes Papier; das Rückenteil und die Ärmel sind aus, in einem S. geschnitten; ein S. (abgegrenzte Fläche) Land besitzen; ein paar junge Bäume umschlossen das Herz des Gartens, das Stückchen Rasen Seghers Ausflug 56; ein ausgefuchst freches Stück Prosa Mutterspr. 1959; umg. ein schönes S. Geld(ziemlich) viel Geld: das hat ein schönes, ordentliches, hübsches S. Geld gekostet; ein schönes S. Geld verdienen; ein großes S. Arbeit viel Arbeit, eine große Anstrengung: ein großes, schweres, ordentliches S. Arbeit lag noch vor uns; das war kein leichtes S. Arbeit; hier ist noch ein (gutes) S. Arbeit zu leisten; salopp jmdn. wie ein S. Dreck, Mist behandeln; er ist ein richtiges S. Malheur (er ist ein beklagenswerter Mensch, der immer Pech hat, dem immer ein Mißgeschick passiert)
   3. /Pl. -e/ einzelner (wertvoller) Gegenstand meist aus einer größeren Menge von gleichartigen Gegenständen, bes. Kleidungsstück, Einrichtungsgegenstand /aus dem Kontext ergibt sich meist die nähere Bestimmung des Gegenstandes/ Bei jedem neuen Stück, das für den Jungen angeschafft werden mußte, der ... erstaunlich viel Kleidung und Schuhzeug verbrauchte Bredel Väter 91; während er Stück für Stück seiner Kleidung mit der des Hauptmanns tauschte Wiechert Erzählungen 50; abscheuliche neue Möbel standen unbekümmert zwischen wundervollen alten Stücken Musil Mann 285; das Wiedereintreffen des Stückes [des Koffers] im Bäder- Hotel Th. Mann 9,496 (Tod in Venedig); der Ring war ein seltenes,sehr schönes S.; die wertvollsten Stücke der Sammlung; umg. dieser Mantel, Teppich ist mein bestes, schönstes S.; /übertr./ salopp scherzh. Vater, unser bestes S. (der uns liebste Mensch); ich war mit meinem besten S. (meinem Mann, Freund; meiner Frau, Freundin) im Kino⌉; /Pl. Stück bei einer Mengenangabe, in der Stück die Grundeinheit der Menge bezeichnet/ »wieviel Eier möchten Sie haben?« »Zwölf S.«; die Produktion von Klappfahrrädern wurde gegenüber dem Vorjahr um 50 000 S. erhöht; die Zigarren kosten 60 Pfennig das S.; Am Ende des Jahres 1873 gab es in Deutschland etwa 7 Mio Schweine. 40 Jahre danach ... zählte man mehr als 25 Mio Stück Urania 1963; umg. /von Menschen/ Kinder habe ich auch, drei Stück Werfel Bernadette 538; landsch. salopp /Pl. Stücker; nur im Pl./ Stücker acht ungefähr acht: Dabei bin ich ... ein Freund von Uhren gewesen, manchmal hatte ich Stücker zwanzig in meiner Wohnung Welk Grambauer 246; das ist schon lange her, so Stücker zehn bis fünfzehn Jahre; so Stücker zehn, zwölf sind dagewesen; »wieviel Kinder hat er?« »Stücker drei (drei
   4. /Pl. -e/
   a) Theaterstück, Drama: ein S. schreiben; ein S. von N inszenieren, einstudieren, spielen, aufführen; das S. wird in der Bearbeitung von N gegeben; ein S. vom Spielplan absetzen; umg. das S. ist durchgefallen⌉; ein erfolgreiches, bekanntes, neues, modernes S.; die Stücke von Bertolt Brecht, Max Frisch; Diese Stücke [Die Räuber und Fiesco] hatten uns beide sehr begeistert Renn Kindheit 195; Wer war eher, der Schauspieler oder der Dichter, welcher ihm Stücke schrieb? Th. Mann 11,39
   b) /Verkl.: Stückchen/ Musikstück, bes. kleinere Instrumentalkomposition: auf dem Klavier ein S. von N spielen, üben; ein S. für Klavier; Stücke für Kinder; der Postillon blies ... ein munteres Stückchen E. T. A. Hoffm. 3,422 (Serapionsbrüder)
   
5. a) /Pl. Stück/ ein S. Vieh ein einzelnes zum Vieh gezähltes Tier: In Mahnkes Stall liegen die Kühe, zehn Stück Rindvieh Bobrowski Boehlendorff 65; einige S. Vieh; ein S. Wild
   b) /Pl. -e/ fachspr. ein S. ein einzelnes Tier aus einer Menge Tiere derselben Art, Exemplar /aus dem Kontext ergibt sich die nähere Bestimmung des Tieres/ Die Tiere [Hausziegen] waren meist braun gefärbt, doch sahen wir auch schwarze ... Stücke Urania 1962; während weibliche Stücke des Blauwals eine Körpermasse von 170 t erreichen können Urania 1964
   6. /ohne Pl./ salopp derb meist abwertend Mensch: er ist ein faules, dummes S.; sie kam einfach an das Fenster, dieses freche Stück Waggerl Jahr 82; wie redet dieses S. mit mir!
   7. /Verkl.: Stückchen/ ein S., geh. ein S. Weg(e)s⌉ eine gewisse Teilstrecke eines Weges /nur adv./: ich bringe dich noch ein S., Stückchen; geh. ich begleite dich noch ein S. Weg(e)s⌉; ein S. /bezeichnet eine gewisse Strecke, eine unbestimmte Entfernung, einen unbestimmten Grad/ etwas, ein wenig, nicht sehr viel: bis zum Bahnhof müssen wir noch ein S. gehen; ein S. spazierengehen; wir sind ein gutes S. vorangekommen; das Gras ist ein kleines, umg. ein hübsches, ganzes⌉ S. gewachsen; umg. er ist ein Stückchen (ein bißchen) größer als ich⌉; die Zuversicht ... machte Albert Kump um ein gut Stück unternehmender Victor Schriften 3,94
   8. /in Verbindung mit bestimmten Adjektiven/ salopp abwertend das ist (denn doch) ein starkes S. (eine Unverschämtheit, unerhört); gestern hat er sich ja wieder mal ein tolles, freches S. geleistet; umg. veraltend Stückchen Streich: dann hat die Kathl angefangen, von unseren Possen zu erzählen ... aus Deiner Zeit noch, auch von Dir ein paar Stückchen E. Strauss Freund Hein 137
   9. /in festen Verbindungen/ umg. aus freien Stücken von sich aus, freiwillig: etw. aus freien Stücken tun; große Stücke auf jmdn. halten (jmdn. sehr schätzen)⌉; in allen Stücken in jeder Hinsicht, in jedem Punkt: [er] hielt ... eine so ausgezeichnete und witzige Rede, daß er in allen Stücken Recht bekam Th. Mann 1,488 (Buddenbr.); in manchen Stücken hast du es dir zu leicht gemacht; landsch. in, an einem S. ununterbrochen, ohne Unterbrechung: es hat in einem S. geregnet; ich habe die ganze Nacht an einem S. geschlafen; den Urlaub in einem S. (zusammenhängend) nehmen
zu 1 /in Verbindung mit Hinweisen auf das Ganze, z. B./ Braten-, Brot-, Fleisch-, Haut-, Kuchen-, Torten-, Wurststück; /in Verbindung mit Hinweisen auf Einzelteile von Schlachtvieh, z. B./ Bauch-, Brust-, Kamm-, Lenden-, Rippenstück; /ferner in/ Ansatz-, Anstands-, Bestand-, Bruch-, Haupt-, Hefe-, Herz-, Kern-, Kopf-, Mittel-, Mund-, Rand-, Rest-, Schluß-, Schwanz-, Spreng-, Teil-, Verbindungs-, Verschluß-, Vorder-, Zwischenstück zu 1 u. 2 Rasenstück zu 2 /in Verbindung mit Hinweisen auf den Stoff, das Material, die Substanz, z. B./ Fels(en)-, Gebäck-, Gras-, Holz-, Stoff-, Zuckerstück zu 3 /in Verbindung mit Hinweisen auf die größere Menge, die Gesamtheit, z. B./ Akten-, Bekleidungs-, Einrichtungs-, Fracht-, Gepäck-, Kleidungs-, Möbel-, Uniform-, Wäschestück; /in Verbindung mit Hinweisen auf Geld, z. B./ Einmark-, Einpfennig-, Geld-, Groschen-, Mark-, Talerstück; /ferner in/ Abfall-, Ausstellungs-, Beleg-, Beute-, Beweis-, Blumen-, Dekorations-, Einzel-, Erb-, Erinnerungs-, Ersatz-, Fund-, Futter-, Gegen-, Gesellen-, Gold-, Guß-, Hand-, Kupfer-, Lese-, Museums-, Muster-, Parade-, Plunder-, Pracht-, Prüf-, Prunk-, Renommier-, Sammel-, Schmuck-, Schrift-, See-, Seiten-, Silber-, Versatz-, Werk-, Wert-, Zierstück; Achsel-, Schulterstücke zu 3 u. 4 a Ausstattungs-, Familien-, Schaustück zu 3 u. 6 Dreckstück zu 3 u. 8 Meister-, Probestück zu 4 a Bauern-, Boulevard-, Bühnen-, Erfolgs-, Erstlings-, Gegenwarts-, Gesellschafts-, Konversations-, Kriminal-, Lehr-, Lokal-, Parabel-, Rühr-, Spektakel-, Tendenz-, Theater-, Volks-, Zeitstück zu 4 a u. b Charakter-, Kinder-, Lieblings-, Repertoire-, Salon-, Unterhaltungs-, Zugstück zu 4 a u. 8 Zauberstück zu 4 b Gesang(s)-, Klavier-, Konzert-, Musik-, Orchester-, Ton-, Übungs-, Vortragsstück zu 4 b u. 8 Virtuosenstück zu 6 Mist-, Schand-, Weib(s)stück zu 8 Akrobaten-, Artisten-, Bravour-, Buben-, Gangster-, Gauner-, Glanz-, Helden-, Husaren-, Kabinett-, Kunst-, Piraten-, Schelmen-, Taschenspieler-, Wag(e)stück dazu Früh-, Grundstück

Zitationshilfe
„Geldstück“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Geldst%C3%BCck>, abgerufen am 16.12.2018.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …