Gesẹllschaft, die; -, -en
1. /ohne Pl./ Gesamtheit der unter gleichartigen sozialen und ökonomischen sowie auch politischen Verhältnissen lebenden Menschen: die Entwicklung der (menschlichen) G.; ein nützliches Glied der menschlichen G.; ein Außenseiter der G.; die ökonomische und politische Struktur der G.; alle Schichten der G.; die neue, sozialistische, kommunistische G.; Die klassenlose Gesellschaft … eine neue Welt, in der es keinen Privatbesitz an Produktionsmitteln mehr gibt Weiskopf 1,573 (Abschied v. Frieden) ; die bürgerliche, kapitalistische G.;
2. /ohne Pl./ veraltend die im geselligen Verkehr als maßgeblich geltenden Menschen, die sogenannte Oberschicht: zur guten, besten G. gehören, zählen; Herr N gehört nicht zur G.; die Damen der besseren G.; jmdn. in die G. einführen; in die G. aufsteigen; in der (exklusiven, vornehmen) G. verkehren; er hat sich in der G. unmöglich gemacht, ist in der G. unmöglich geworden; jmdn. aus der G. ausschließen, ausstoßen; spött. die Spitzen, Stützen der G.
3. größeres geselliges, bes. abendliches Beisammensein: wir haben heute G.; bei uns findet morgen eine G. statt; eine G. geben; jmdn. zu einer G. einladen; zu einer G. geladen sein; viele Gesellschaften besuchen; sich auf einer G. treffen, begegnen; eine G. (zeitig) verlassen; geladener Kreis von Gästen: eine langweilige, steife, vornehme G.; eine geschlossene (nicht für alle zugängliche) G.
4. /ohne Pl./ Menschen, mit denen jmd. geselligen Verkehr pflegt, Bekannten-, Freundeskreis: ich habe noch keine passende, interessante, nette G. gefunden; sich in guter G. befinden; ich sehe ihn ungern in dieser G.; jmdn. in zweifelhafter G. treffen; in schlechte G. geraten; wir sind eine fidele G.; eine sehr gemischte, bunte, zusammengewürfelte G.; ich will von der ganzen G. nichts mehr wissen;
5. /ohne Pl./ das Zusammensein, der Umgang, die Begleitung: man sieht ihn oft in der G. eines Freundes, von zwei Kollegen; jmds. G. meiden, dulden, suchen; auf jmds. G. keinen Wert legen; ich habe niemanden zur G. (Unterhaltung) bei jmdm. zur G. bleiben; jmdm. G. leisten (bei jmdm. bleiben, jmdn. unterhalten) in G. (in Gemeinschaft mit anderen) schmeckt es besser (als allein); er verbringt seine Freizeit ohne G.
6. organisierter (lockerer) Zusammenschluß von Menschen mit gleichen Interessen, Zielen: eine G. gründen, fördern; einer G. beitreten; in eine G. eintreten; eine gelehrte, wissenschaftliche, literarische G.; Rel. kath. die G. Jesu (Jesuitenorden) Neupräg. DDR die G. für Deutsch-Sowjetische Freundschaft /Abk.: DSF/ ; die G. für Sport und Technik /Abk.: GST/ ; Kaufm. durch notariellen Vertrag gegründetes und durch die Eintragung ins Handelsregister rechtsfähig gewordenes wirtschaftliches Unternehmen: die G. hat Konkurs gemacht; eine G. mit beschränkter Haftung /Abk.: GmbH/ ;

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …