Glut, die; -, -en
1. glühende Masse: die G. im Ofen; die G. des Feuers, der Kohlen, des Eisens, der brennenden Zigarre; die rote, helle, knisternde, lodernde G.; die G. glomm noch unter der Asche, glimmte noch lange; die G. schüren, wieder anfachen, löschen; Grischa röstete seine Brotschnitte an der Glut A. Zweig Grischa 73 den Ofen mit G. anheizen; von der G. angestrahlt werden;
2. sehr große, glühende Hitze: ich kann diese G., kann es in dieser G., kann es vor G. nicht mehr aushalten; die sommerliche, sengende G. in einer Großstadt; sie stand den ganzen Tag in der G. vor dem Herd; die G. der Sonne, des Sommers /bildl./ tiefe Röte: die G. der Wangen; ihr Antlitz war von einer Glut der Scham übergossen Weismantel Riemenschneider 126; die G. des Sonnenuntergangs; die rosige G. des Abendhimmels; die lichte Glut des Abends G. Hermann Gebert 226
3. /übertr./ leidenschaftliche Gemütsbewegung: die G. der Liebe, des Hasses, der Leidenschaft, Begeisterung; die G. seiner Worte, Blicke, Augen; die Glut in ihren Augen erlosch Wasserm. Wahnschaffe 1,322; jmdn. bis zur G. reizen, entflammen; daß er zwar nur langsam in Glut zu bringen … sei Hesse 4,336 (Steppenw.) ; die G. war abgekühlt, erloschen;

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …