Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Grütze, die

Grütze, die; -, -n /Pl. ungebräuchl./
1. geschälte, grobgemahlene Körner, bes. von Buchweizen, Gerste oder Hafer, die als Nahrungsmittel verwendet werden: den Enten G. hinstreuen; man kann die G. mit Milch oder Bouillon ansetzen; die Kinder mögen dicke, süße G. (Brei aus Grütze) gern rote G. rotgefärbte Süßspeise aus Grieß und Fruchtsaft: zum Nachtisch gab es rote G.; /bildl./ Seine Enten mußten auf die grüne Grütze (Entengrütze) verzichten, weil der Pastor den Eimer hatte Welk Heiden 174
2. salopp Verstand: er ist tüchtig und hat auch G.; dazu braucht man keine G.; er hat viel, wenig, genügend, ein bißchen, keine G. im Kopf; die Grütze säuert im Gehirn, und immer dünner wird der Zwirn Döblin Alexanderpl. 89

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Grundfläche
Zitationshilfe
„Grütze“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Grütze>, abgerufen am 26.11.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)