Grund1-, grund1-
zu Grund I:-akkord, der Mus. auf dem Grundton aufgebauter Akkord;
-anschauung, die Anschauung in ihren wesentlichen Bestandteilen: seine politische G. war konservativ;
-anstrich, der erster, den Untergrund bildender Anstrich: die Fensterrahmen hatten einen weißen G.;
-ausbildung, die Ausbildung durch Vermittlung elementarer Kenntnisse und Fertigkeiten: die berufliche, (vor)militärische G.; seine G. abschließen, unterbrechen;
-ausstattung, die Ausstattung mit unbedingt notwendigen Dingen: die G. der Schule an Lehrmitteln stellt einen erheblichen Wert dar;
-bedeutung, die
   1. Hauptbedeutung: die G. der Thesen, eines Artikels
   2. Sprachwiss. einem Wort zugrunde liegende Bedeutung;
-bedingung, die Hauptvoraussetzung: die Grundbedingungen für das Gelingen des Unternehmens sind gegeben;
-begriff, der
   1. elementarer Begriff einer Wissenschaft: Die Geometrie geht aus von gewissen Grundbegriffen, wie Ebene, Punkt, Gerade Einstein Relativitätstheorie 1; ein ästhetischer, bedeutender, physikalischer, politischer, wichtiger G.
   2. Philos. Kategorie: die Grundbegriffe des Aristoteles;
-besitz, der Besitz an Grund und Boden: seinen G. vergrößern; Der kleine Grundbesitz begünstigt die Eheschließungen ... dagegen wirkt der große Grundbesitz den Eheschließungen entgegen Bebel Frau 199;
-besitzer, der Besitzer von Grund und Boden;
-bestandteil, der wichtiger, grundlegender Bestandteil;
-buch, das staatliches Verzeichnis aller Grundstücke und Gebäude eines Bezirkes mit Angaben über die betreffenden Rechtsverhältnisse: er ist als Eigentümer des Grundstücks in das G. eingetragen; im G. werden finanzielle Belastungen verzeichnet;
-charakter, der grundlegende Eigenart: der G. einer Epoche, Landschaft, eines Baustils, Volkes;
-eigentum, das Eigentum an Grund und Boden: Die wichtigste Quelle der Macht aber war im Mittelalter das Grundeigentum Mehring Dt. Geschichte 17;
-einheit, die
   1. Phys. physikalischen Messungen zugrunde gelegte Maßeinheit: Dieses neue physikalisch-technische Einheitssystem, das sich aufbaut auf den ... Grundeinheiten Meter (m), Sekunde (s), Kilogramm (kg), Ampere (A) Urania 1962
   2. Neubedeut. DDR kleinste organisatorische Einheit bei Parteien und Massenorganisationen: die G. der Gewerkschaft, des Jugendverbandes;
-einstellung, die vgl. -anschauung;
-eis, das Eis am Boden von Binnengewässern: An der Sohle schnellfließender Flüsse kann sich Grundeis bilden Natur u. Heimat 1960; /übertr./ vulg. ihm geht der Arsch mit G. (ab) (er hat große Angst);
-element, das wesentlicher Bestandteil, Hauptelement: das G. des modernen Baustils, der Musik Bachs, der neuen Herrenmode;
-erfahrung, die wichtige, wesentliche Erfahrung;
-erwerb, der Erwerb von Eigentum an Grund und Boden: die Steuer für den G.;
-farbe, die
   1. Phys. eine der 7 Hauptfarben des Sonnenspektrums
   2. fachspr. eine der drei Normalfarben Blau, Gelb, Rot, durch deren Mischung Zwischentöne erreicht werden;
-fehler, der Hauptfehler: der G. in der Argumentation, Geschichtsauffassung, Einschätzung des Gegners;
-feste, die Fundament, tragende Unterlage: das Haus wackelte bei der Detonation, beim Erdbeben in seinen Grundfesten; /übertr./ an der G. der alten Gesellschaftsordnung rütteln; die Kirche, den Staat in den Grundfesten erschüttern; die Grundfesten unterwühlen; eine Kunst, Wissenschaft basiert, beruht auf gewissen Grundfesten;
-fläche, die untere, ebene Fläche: die G. des Kegels, der Pyramide; die G. des Gebäudes, Zimmers; die kreisförmige, quadratische, rechteckige G.;
-form, die
   1. typische, wesentliche Form, Hauptform: die G. menschlicher Ernährung, Siedlung; die G. der Ballade, Fuge, des Romans
   2. einfache, ur- sprüngliche Form, aus der sich kompliziertere ableiten lassen: Grundformen der Gymnastik sind alle einfachen Bewegungen des Rumpfes und der Glieder wie Strecken, Beugen, Heben, Senken, Hüpfen
   3. Gramm. nicht abgewandelte, unflektierte Form eines Verbs, Infinitiv: die G. von 'er sieht' ist 'sehen';
-frage, die Hauptfrage: die G. des künstlerischen Schaffens, der Philosophie; in den Grundfragen einig sein;
-funktion, die Hauptfunktion: die Nahrungsaufnahme gehört zu den Grundfunktionen des Lebens;
-gebühr, die feststehende Gebühr, die für das Recht der Inanspruchnahme einer öffentlichen Leistung zu entrichten ist: die Post verlangt für die Benutzung eines privaten Telephons eine G.; die Grundgebühren wurden erhöht, gesenkt;
-gedanke, der grundlegender Gedanke: der richtige, falsche, kritische G.; Diese Theorie ... soll im folgenden in ihrem Grundgedanken dargestellt werden Einstein Relativitätstheorie 12;
-gehalt1, der wesentlicher Gehalt: der G. des Dramas, der Thesen;
-gehalt2, das Gehalt ohne Zuschläge;
-gesetz, das
   1. wichtiges Gesetz: das biogenetische, philosophische, ökonomische G.; das G. des modernen Kapitalismus, der Entwicklung der Materie, der elektrischen Wirkung, der Polarität
   2. Neubedeut. BRD Verfassung: die Forderung, ein Mißbrauch des Grundgesetzes; nach dem G. (nicht) zulässig sein; die im G. verankerten Rechte; das G. tritt in Kraft, wird geändert;
-haltung, die Haltung in ihren Haupt-, Grundzügen: eine ehrliche, positive, seelische, sittliche G.; von einer G. abgehen; seine G. aufgeben;
-herr, der Herr über die auf seinem Grund und Boden ansässigen Bauern im Mittelalter, Feudalherr: Bald verfügten die Grundherren, denen die Masse der Hörigen feudale Leistungen entrichten mußte, über einen gewissen Vorrat an Naturalprodukten Urania 1963;
-herrschaft, die
   1. /Pl. ungebräuchl./ wirtschaftliche und rechtliche Organisationsform des mittelalterlichen Großgrundbesitzes, Feudalismus: in der G. besaß der Feudalherr als Eigentümer von Grund und Boden schutz-, leibes- und gerichtsherrliche Rechte über die dazugehörigen Bauern
   2. Grund und Boden des Grundherrn: Zinsverzeichnisse der Grundherrschaften können nur dann herangezogen werden, wenn sich der betreffende Ort in der Hand eines einzigen Grundherrn befand Forsch. u. Fortschr. 1959;
-idee, die vgl. -gedanke;
-industrie, die Industrie zur Gewinnung und Verarbeitung von Grundstoffen: die chemische, deutsche, französische G.; Voraussetzung für eine verarbeitende Industrie ist die Entwicklung der G.;
-kapital, das Wirtsch. ziffernmäßig angegebenes, in kleinere Beträge zerlegtes Stammvermögen einer Aktiengesellschaft, Bank;
-kategorie, die vgl. -begriff 1 u. 2;
-kenntnisse, die /nur im Pl./ elementare Kenntnisse: mathematische, notwendige, physikalische, sprachliche G.; G. erwerben, vermissen, vermitteln;
-konzeption, die grundlegende Konzeption: die G. eines Dramas, Plans, Regisseurs, einer Aufführung, Oper; eine architektonische, künstlerische, philosophische, wissenschaftliche G.; eine G. haben, erarbeiten, nachweisen;
-kosten, die /nur im Pl./ Wirtsch. Kosten, die für die unmittelbare Durchführung eines technologischen Prozesses erforderlich sind: die G. je Tonne Eisenerz wurden um 25 Prozent gesenkt;
-lage, die unterste Lage, auf der sich etw. anderes aufbaut, Unterlage, Basis, Fundament: die Grundlagen der Ernährung, des Sozialismus, der Wissenschaft; eine breite, demokratische, experimentelle, geistige, gesellschaftliche, gesetzliche, gesunde, methodische, ökonomische, systematische, sittliche, theoretische G.; die Grundlagen für etw. schaffen; etw. auf eine neue G. stellen; auf breitester G. arbeiten; das Urteil entbehrt jeder G.; die Grundlagen (Voraussetzungen) für ein Studium erwerben;
Grundlagen-:
-fach, das Neupräg.: das Studienmaterial für Grundlagenfächer;
-forschung, die: die Entwicklung auf dem Gebiet der G.; die G. in der Kernphysik, Chemie; Erkenntnisse in der G. gewinnen; vom Standpunkt der G. urteilen; G. treiben; reine, gezielte G.;

grund1-, Grund1-:
-legend /Adj./ den Grund legend, entscheidend, wichtig: ein g. Mangel, Irrtum, Unterschied; ein g. Buch, Prinzip; eine g. Frage, Voraussetzung, Feststellung; der g. Wortschatz einer Sprache; sich, etw. g. verändern; g. anders handeln;
-legung, die das Legen einer Grundlage, eines Fundaments: eine allgemeine, theoretische G.; die G. einer Geschichte der deutschen Sprache;
-linie, die
   1. Math. Gerade, auf der sich eine zweidimensionale geometrische Figur erhebt
   2. Haupt-, Grundzug: die geschichtlichen, politischen Grundlinien; die G. einer Entwicklung, Politik; Grundlinien andeuten, ziehen;
-lohn, der Arbeitslohn ohne Zuschläge: zum G. kann bei entsprechender zusätzlicher Leistung ein Zuschlag gezahlt werden;
-los /Adj./
   1. ohne Grund und Boden, sehr tief: Und schwarz aus dem weißen Schaum / Klafft hinunter ein gähnender Spalt, / Grundlos als ging's in den Höllenraum Schiller Taucher; Das Wetter hat ihn böse mitgenommen, und der Weg durch das grundlose Schwedenholz (das keinen festen Untergrund hatte) fiel ihm schwer Löscher Alles Getrennte 60
   2. s. grund2-, Grund2-;
-mauer, die Fundament eines Bauwerkes: von der Meierei steht zumindest noch die Grundmauer Brecht Kaukas. Kreidekreis 1; /oft im Pl./ d. Haus, Scheune, Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder;
-mittel, das; /Sg. unge- bräuchl./ Neupräg. DDR Wirtsch. materielle Vorbedingung für die Durchführung des Produktionsprozesses in einem Betrieb: bewegliche, stillgelegte, ungenutzte, verpachtete G.; Gebäude, Maschinen und sonstige Einrichtungen gehören zu den Grundmitteln;
-moräne, die; Geol. unter dem Gletscher gelegene Moräne;
-nahrungsmittel, das; Hauptnahrungsmittel: d. Kartoffel, Brot ist ein wichtiges G.; der Verbrauch an Grundnahrungsmitteln in der Welt steigt ständig; die Ernteerträge bei Grundnahrungsmitteln müssen erhöht werden;
-organisation, die; vgl. -einheit 2;
-pfeiler, der; tragender Pfeiler, Hauptpfeiler: der G. einer Brücke, eines Gebäudes; die G. einreißen, errichten; /übertr./ an den Grundpfeilern einer Gesellschaftsordnung rütteln; So muß unser Verein, auf tüchtige Grundpfeiler gestützt, dauern E. T. A. Hoffm. 3,71 (Serapionsbrüder);
-prinzip, das wichtiges Prinzip, Hauptprinzip: das G. eines Motors, einer Gesellschaft, Politik, des Sozialismus; ein G. ändern, aufstellen, befolgen, durchführen;
-rechnungsart, die Math. elementare, grundlegende Art zu rechnen: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division sind die vier Grundrechnungsarten; es müssen alle Rechnungen, die der Automat ausführen soll, auf die vier Grundrechnungsarten zurückgeführt werden Urania 1962;
-recht, das grundlegendes Recht des Bürgers in einem Staat: die Rede-, Versammlungs-, Presse- und Glaubensfreiheit gehören zu den Grundrechten; Grundrechte anerkennen, erweitern, gewähren, wahrnehmen; gegen die Grundrechte verstoßen; etw. zu einem G. erheben; für ein G. kämpfen; ein bürgerliches, demokratisches, elementares, unantastbares G.; die Erhaltung, Durchsetzung, Verwirklichung eines Grundrechtes;
-regel, die grundlegende Regel, Hauptregel: gegen die Grundregeln menschlichen Zusammenlebens verstoßen; Diese Entdeckung Haeckels ist heute als Biogenetische Grundregel bekannt Wissensch. u. Fortschr. 1954;
-rente, die
   1. Mindestrente: er muß mit der G. auskommen; die Grundrenten wurden erhöht
   2. Wirtsch. Pachtgeld, das dem Grundbesitzer für die Benutzung von Grund und Boden gezahlt wird: Erscheinungsformen der Grundrente, d. h. des Pachtgeldes, das für die Benutzung des Bodens ... unter dem Titel Grundrente dem Grundbesitzer gezahlt wird Marx Kapital 3,683;
-riß, der
   1. Math. senkrechte Projektion eines Körpers auf eine waagerechte Ebene
   2. Bauw. maßstabgerechte Darstellung eines waagerecht geschnittenen Bauwerkes mit Angabe der Raumordnung und der Abmessungen: der G. des Hochhauses, der Werkhalle; das Gebäude hat einen quadratischen, rechteckigen G.
   3. kurzgefaßtes Lehrbuch über ein bestimmtes Gebiet: ein kurzer, knapper G. der Anatomie, Fernsehtechnik, der deutschen Geschichte;
-satz, der feste Regel, die das Denken und Handeln eines Menschen bestimmt, Grundprinzip: moderne, moralische, pädagogische, sittliche, strenge Grundsätze haben; er hat überhaupt keine Grundsätze; das ist sein G.; ein Mann von Grundsätzen sein; von seinen Grundsätzen abgehen; an seinen Grundsätzen festhalten; bei seinen Grundsätzen bleiben; bestimmte Grundsätze vertreten;

Grundsatz-:
-debatte, die;
-erklärung, die;
-programm, das;
-referat, das;

grund1-, Grund1-:
-sätzlich /Adj./ auf Grundsätzen beruhend, prinzipiell: eine g. Bedeutung, Entscheidung, Frage; ein g. Unterschied; etw. g. ablehnen, anerkennen, nicht vertragen; g. für, gegen etw. sein, bei etw. bleiben, zu etw. bereit sein;
-schema, das Schema in seinen Grund-, Hauptzügen;
-schleppnetz, das Fischerei in der Hochseefischerei verwendetes Netz, das über den Meeresgrund geschleppt wird: für den Hochseefischfang mit dem G. verwendet man meist den Trawler;
-schuld, die finanzielle Belastung eines Grundstücks;
-schule, die DDR veraltend
   1. vgl. -stufe 1
   2. für alle schulpflichtigen Kinder verbindliche, gemeinsam zu besuchende allgemeinbildende Schule;
-see, die Seemannsspr. im flachen Wasser auf Grund laufende und sich infolgedessen überschlagende Welle: Die gleiche zertrümmernde Grundsee rollte ... mit furchtbarer Gewalt sodann gegen den Tanker Leip Bergung 18;
-stein, der erster Stein der Grundmauer: den G. für ein Hochhaus, d. Erdölkombinat, Kinderkrippe, Oper legen; /übertr./ die Schulbildung legt den G. (Grundlage) für das spätere Studium;
-steinlegung, die: bei der G. wurde eine Kassette mit Urkunden eingemauert;
-stellung, die Ausgangsstellung: die Turner gingen in die G.;
-steuer, die vom Einheitswert eines Grundbesitzes berechnete Steuer;
-stimme, die Mus. Baß-, Unterstimme;
-stimmung, die vorherrschende Stimmung: eine freundliche, musische, optimistische, pessimistische G.; die G. eines Menschen, Romans, einer Theaterinszenierung;
-stipendium, das Neupräg. DDR Mindeststipendium: der Student erhält wegen guter Leistungen zu seinem G. ein Leistungsstipendium;
-stock, der /Pl. ungebräuchl./ Anfangsbestand, Grundlage: den G. für eine Armee, Bibliothek, ein Vermögen legen; etw. bildet den G.; der G. besteht aus etw.;
-stoff, der
   1. Chem. Stoff, der mit chemischen Mitteln nicht weiter zerlegbar ist, Element: Chlor, Nickel und Uran sind Grundstoffe; gasförmige, flüssige, feste Grundstoffe; jeder G. hat im periodischen System ein bestimmtes Zeichen
   2. Rohstoff, Ausgangsprodukt: Grundstoffe liefern, herstellen, verarbeiten; Grundstoffe für die Herstellung von Bedarfsartikeln, Medizin, Zement; Wasser ist für die Industrie ein wichtiger Grundstoff und damit ein Rohstoff Natur u. Heimat 1962;
-stoffindustrie, die: Bergbau und Energiewirtschaft gehören zur G.;
-stück, das abgegrenztes Stück Land, das im Grundbuch als jmds. Eigentum verzeichnet ist: ein G. bebauen, brachliegen lassen, erben, verkaufen, verpachten; mit Grundstücken handeln, spekulieren; das G. liegt in den Bergen, an einem See, einer Straße, am Wald; Vater hatte ... zuletzt mit Grundstücken spekuliert Rinser Mitte 75;

Grundstücks-:
-besitzer, der: er ist seinen Pflichten als G. nicht nachgekommen;
-eigentümer, der: der Mieter kann Ansprüche an den G. stellen;
-makler, der;
-spekulant, der: Mit Grundstücksspekulanten verhandele ich nicht H. Mann 4,325 (Untertan);
-verkauf, der: Und dann fing er an, ihr Einzelheiten des Grundstücksverkaufs auseinanderzusetzen Zuchardt Spießrutenlauf 271;
-verwaltung, die: eine neue G.;

Grund1-:
-studium, das /ohne Pl./ Neupräg. DDR Studium, das die Grundlagen für ein spezielles Studienfach schaft; das gesellschaftswissenschaftliche G. (obligatorisches Studienfach, das die philosophischen und ideologisch-politischen Grundlagen für das Gesamtstudium vermittelt);
-stufe, die
   1. für alle schulpflichtigen Kinder verbindliche, gemeinsam zu besuchende Unterstufe der allgemeinbildenden Schule
   2. Gramm. Ausgangsform für die Steigerung des Adjektivs, Positiv: von der G. des Adjektivs lassen sich Komparativ und Superlativ ableiten;
-tatsache, die wichtige, grundlegende Tatsache: eine philosophische, wissenschaftliche G.; eine G. feststellen, ignorieren, falsch einschätzen;
-tendenz, die wichtige Tendenz, Haupttendenz: die G. eines Kunstwerkes, der gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen Entwicklung;
-tenor, der bestimmender Tenor, Haupttenor: der G. eines Buches, Vortrags;
-text, der Text, auf dem ein anderer beruht, Urtext, Original: die Bibel wurde von Luther aus dem G. übersetzt;
-ton, der
   1. den Untergrund bildender Farbton: ein gelblicher, grauer, dunkler G. einer Dekoration, eines Gemäldes, eines Zimmers
   2. Mus. derjenige Ton
   a) nach dem eine Tonleiter genannt wird
   b) der bei einem in Terzen aufgebauten Akkord der tiefste ist
   3. /übertr./ wichtigster Ton, Hauptton: [Grimm und Entschlossenheit] gaben seinen Stimmungen den Grundton A. Zweig Grischa 36; darum erscheint mir beim Rückblick mein Leben ... von Anfang an auf einen Grundton gestimmt Hesse 2,10 (Gertrud);
-torheit, die größte Torheit, Haupttorheit: Trotzdem kann ich nicht umhin, in dem Schrecken der bürgerlichen Welt vor dem Wort Kommunismus ... etwas Abergläubisches und Kindisches zu sehen, die Grundtorheit unserer Epoche Th. Mann Reden u. Aufsätze 4,934;
-übel, das Hauptübel: das G. beseitigen, an der Wurzel packen; Der Sumpf vor dem Osttor der Fabrik ist ein Grundübel Brecht Die Mutter 3;
-umsatz, der Med. die vom völlig ruhenden, nüchternen Organismus verbrauchte, umgesetzte Energie;
-voraussetzung, die Hauptvoraussetzung: die G. für eine Expedition, die Freiheit, das Leben, Unternehmen; die Grundvoraussetzungen schaffen;
-wahrheit, die wichtige, grundlegende Wahrheit: Ich habe von Männern Dank dafür empfangen, daß ich Ihnen ... die Grundwahrheiten der Religion Jesu als etwas mit dem Denken zu Vereinendes nahebrachte Schweitzer Aus meinem Leben 30;
-wasser, das unter der Erdoberfläche befindliches Wasser: das G. fällt, steigt, steht in der Baugrube, im Keller, im Schacht; braunes, klares, trübes G.; auslaufendes Öl oder Benzin können das G. verseuchen;
-wasserspiegel, der: infolge anhaltender Trockenheit fiel der G. ständig;
-wasserstand, der vgl. -wasserspiegel;
-wehrdienst, der für alle Wehrpflichtigen verbindlicher Militärdienst: er beendete, trat seinen G. an;
-wert, der
   1. Wert des Grund und Bodens
   2. Math. Bezugs-, Ausgangswert;
-widerspruch, der wichtiger, grundlegender Widerspruch: der G. zwischen den Generationen, Staaten, Weltanschauungen; Polit. Ök. der G. des Kapitalismus besteht in dem Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privaten Form der Aneignung des Ergebnisses;
-wissen, das elementares Wissen: geschichtliches, mathematisches, philosophisches, technisches G.; sich /Dat./ G. aneignen; G. erwerben, vermitteln; etw. gehört zum G.;
-wort, das Gramm. Wort, das die Grundlage für Zusammensetzungen und Ableitungen bildet: Zusammensetzungen bestehen aus dem G. und einem oder mehreren Bestimmungswörtern; das G. nennen, kennen;
-wortschatz, der allen Gliedern einer Sprachgemeinschaft verständlicher, verhältnismäßig stabiler Grundstock des Wortschatzes einer Sprache, aus dem neue Wörter gewonnen werden können: der G. des Deutschen, Englischen;
-zahl, die positive, ganze Zahl, Kardinalzahl: die Grundzahlen 1, 2, 3; im natürlichen Zahlenbereich gibt es neben den Grundzahlen Ordnungszahlen;
-zug, der bestimmender, wesentlicher Zug, Hauptzug: der G. eines Charakters, einer Entwicklung, Epoche, Gesellschaftsordnung; daß Bestes und Schlimmstes innerhalb des deutschen Charakters doch wohl auf einen gemeinsamen und dauernden Grundzug zuzurückzuführen seien Klemperer LTI 140; die Grundzüge haben sich nicht geändert
zu -besitz: Großgrundbesitz zu -besitzer: Großgrundbesitzer zu -lage: Arbeits-, Diskussions-, Existenz-, Futtergrundlage zu -satz: Erziehungs-, Geschäftsgrundsatz zu -stück: Eck-, Fabrik-, Gartengrundstück

Farbe, die; -, -n
   1. durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufene Erscheinung vor dem Auge
   a) die rote, grüne, gelbe, weiße F.; eine helle, lichte, grelle, düstere, dunkle, matte F.; bunte, warme, kalte, weiche, harte, zarte, satte, lebhafte, frische, kräftige, leuchtende, schreiende, gedeckte, gedämpfte, stumpfe Farben; die Farben des Regenbogens, Sonnenspektrums; die F. des Pullovers steht ihr gut; die Farben der Möbel, Gardinen und Tapeten sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen, umg. beißen sich (passen nicht zueinander)⌉; die Farben des Kleides sind verblaßt, verschossen; welche F. hat dein neuer Mantel?; der Stoff gefällt mir gut in F. und Muster; Schihosen, Anoraks in modischen Farben; die Gladiolen leuchten in den herrlichsten Farben; der Edelstein glitzert, schillert, spielt in allen Farben; Gesichtsfarbe: eine gesunde, frische, krankhafte, blasse F. haben; bei dieser Nachricht, plötzlich, vor Zorn wechselte er die F. (bekam er eine andere Gesichtsfarbe); seine Bestürzung war so groß, daß die F. aus seinen Zügen wich, sein Gesicht alle F. verlor (er blaß, bleich wurde); nur langsam bekam er nach der Krankheit wieder (etwas, eine bessere) F.; Und das ist Glen, die hatte immer so trübselige Farben (Kleidung in trübseligen Farben) an Gaiser Schlußball 31; diese F. (Kleidung in dieser Farbe) steht ihr gut
   b) Buntheit im Ggs. zu weiß, schwarz: das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, zum Teil in F.; Aber die Sonne duldet kein Weißes: / ... Alles will sie mit Farben beleben Goethe Faust I 913
   c) /als Symbol
   α) für eine Nation; Sg. ungebräuchl./ die Farben des Landes, der Republik; die französischen Farben; das Flugzeug trug die amerikanischen Farben; er wird für die deutschen Farben starten, hat den Sieg für die deutschen Farben errungen
   β) für eine Partei/ die F. (Partei) wechseln; Die Bayernpartei, von den Journalisten aller Farben ... als Lieferantin kräftiger Pointen geschätzt Tageszeitung BRD 1956
   γ) für eine Verbindung, Vereinigung, Mannschaft; Sg. ungebräuchl./ die Farben der studentischen Verbindung, des Tanzkreises, der Handballmannschaft sind grün-weiß, blau-rot
   δ) für einen Begriff/ die F. der Hoffnung ist Grün; Rot ist die F. der Liebe
   d) /übertr./ als durch einen Zufall eine ganz neue Farbe (etwas ganz Neues) in sein Dasein kam Hesse 1,639; Ausdruckskraft: daß landschaftliche Sprachformen bis in die Schriftsprache vordringen und ihr Farbe geben Sprachdienst 1964; seine Theaterberichte hatten keine F.; Leben, Lebendigkeit: In dürren Zeitungsnotizen spuken die Namen solcher Gefährten, die im Buch vielleicht ein wenig Saft und Farbe bekamen Seghers 1,94 (Gefährten); erst in der zweiten Halbzeit kam F. in das Spiel; Mus. Klangfarbe: der Komponist brachte die Variationen in verschiedenen Farben
   2. färbendes Mittel: blaue, weiße, dunkelgrüne, hellbraune F.; eine echte, unechte, natürliche, künstliche, flüssige, pulverförmige F.; dicke, verdünnte, wässerige, in Terpentin lösliche, lichtbeständige, kochechte, gesundheitsschädliche, giftige Farben; die Farben der Decke sind beim Waschen ausgegangen, ausgelaufen; die F. hat bereits gebunden, deckt (gut), blättert, bröckelt, platzt von den Wänden (ab); Farben mischen, einrühren, mit Wasser anrühren; die Farben des Gemäldes auffrischen; der Stoff hat die F. gut, nicht angenommen; eine F. (dick, dünn) auftragen; Leim ist ein Bindemittel für Farben; es riecht nach F.; /bildl./ etw., d. Zukunft, Reise ins Ausland in den rosigsten, schillerndsten, verlockendsten Farben (besonders günstig) darstellen, schildern, in den dunkelsten, düstersten, schwärzesten Farben (besonders ungünstig) ausmalen; veralt. F. halten treu, beständig sein: Und hat sich keinen Freund damit, nicht einen / Erkauft, der in der Not ihm Farbe hielt! Schiller Wallenst. Tod IV 2
   3. /Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten/ welche F. ist Trumpf?; eine F. ausspielen, anspielen; F. zugeben, bedienen; /übertr./ umg. F. bekennen (seine wahre Meinung offenbaren)
zu 1 a /in Verbindung mit Teilen des menschlichen Körpers, z. B./ Augen-, Gesichts-, Haar-, Hautfarbe; /ferner in/ Anlauf-, Fehl-, Haupt-, Holz-, Kontrast-, Lieblings-, Mode-, Normal-, Regenbogen-, Spektral-, Stubenfarbe zu 1 c α Bundes-, Landes-, Nationalfarben zu 1 d Klangfarbe zu 2 /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Deck-, Druck-, Grundier-, Leucht-, Stempel-, Tarn-, Tuschfarbe; /in Verbindung mit Bindemitteln, z. B./ Lack-, Leim-, Öl-, Temperafarbe; /in Verbindung mit Metallen und Materialien, z. B./ Blei-, Eisen(oxyd)-, Emaille-, Kalk-, Leder-, Metall-, Stoff-, Teerfarbe; /ferner in/ Anilin-, Aquarell-, Drucker-, Grund-, Künstler-, Mineral-, Lasur-, Pastell-, Plakat-, Schutz-, Speise-, Spezial-, Wasserfarbe zu 1 a u. 2 /in Verbindung mit Farbbezeichnungen, z. B./ Azur-, Champagner-, Elfenbein-, Ocker-, Zitronenfarbe; /ferner in/ Bronze-, Komplementär-, Misch-, Naturfarbe

Zitationshilfe
„Grundfarbe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Grundfarbe>, abgerufen am 23.04.2018.

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