Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Gunst, die

Gunst, die; -, /ohne Pl./
1. Wohlwollen, Gewogenheit: jmds. G. erlangen, erwerben, gewinnen, genießen; geh. ihrer G. teilhaftig werden; sich um jmds. G. bemühen; um jmds. G. werben, abwertend buhlen⌝; bei jmdm. (sehr, hoch) in G. stehen; er erfreute sich der G. eines Mäzens; jmds. G. verlieren, verscherzen; jmdm. seine G. bezeugen, zeigen, entziehen; Wem Gott will rechte Gunst erweisen, / Den schickt er in die weite Welt Eichendorff 3,14 (Taugenichts) nach G. (nicht objektiv) urteilen die G. der Frauen, des Publikums; /übertr./ die G. des Klimas, der Lage, des Standorts, der Umstände; wir nutzten die G. des Augenblicks
2. geh. Zeichen des Wohlwollens, Erfüllung einer Bitte: sie erwirkte die G., den Bruder selbst pflegen zu dürfen; er bat um eine letzte G.; sich /Dat./ bei jmdm. eine G. ausbitten; jmdm. eine G. gewähren
3. zu jmds. Gunsten zu jmds. Vorteil: etw. zu jmds. Gunsten auslegen, deuten, zurechtbiegen; sie verrechnet sich stets nur zu ihren Gunsten; die Angelegenheit, das Spiel steht, nimmt eine Wendung zu unseren Gunsten; sie konnten den Dingen eine Wendung zu ihren Gunsten geben;
4. veralt. mit G. mit Verlaub: Das ist, mit seiner Gunst – / erlogen Lessing Nathan V 5

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Zitationshilfe
„Gunst“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Gunst>, abgerufen am 25.11.2020.

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