Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Hürde, die

Hürde, die; -, -n
1. (geflochtenes) Gestell zum Einzäunen eines Platzes für das Herdenvieh, bes. für Schafe: Hürden aus Holz, Drahtgeflecht; Hürden aufstellen; der Wolf sprang über die H.; schützend eingezäunter Platz für das Herdenvieh, Pferch: eine H. bauen; die Schafe in die H. treiben; zu den Hürden zieht die Herde Grillp. Der Traum, ein Leben I; ein Wolf bricht in die H. ein /bildl./ Sei du der Wolf nicht, den der Böse in die Hürden der Menschheit losläßt! G. Hauptm. 1,73 (Quint)
2. Gestell zum Aufbewahren oder Trocknen, Horde: Obst, Gemüse auf Hürden ausbreiten, lagern; Käse auf der H. trocknen; [der Apfel] hatte lange auf der Hürde gelegen und war runzelig Zahn Indergand 61
3. Sport Hindernis, über das bei einem Wettlauf die Läufer, beim Pferderennen die Pferde springen müssen: die Hürden nehmen, überspringen; die Läuferin siegte über 80 Meter Hürden (beim Hürdenlauf auf einer Strecke von 80 Metern) ; /übertr./ eine H. nehmen ein Hindernis, eine Schwierigkeit überwinden: mit dem erfolgreichen Examen hatte er die letzte H. seines Studiums genommen;
Zitationshilfe
„Hürde“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Hürde>, abgerufen am 26.07.2021.

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