Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Hütte, die

1Hütte, die; -, -n
1. /Verkl.: Hüttchen/ kleines, mit einfachen Mitteln gebautes, meist ärmliches Haus, das oft nur vorübergehend als Unterkunft dient: eine niedrige, enge, kleine, schlechte, ärmliche, windschiefe, gemauerte, strohgedeckte H.; ein zerfallendes, wackliges Hüttchen; eine H. aus Holz, Stein, Lehm; die weißen Hütten mit Wellblech Frisch Homo faber 191; die H. des Fischers, Fährmanns, Senners; die Wintersportler übernachteten in einer H. in den Bergen; eine H. bauen, aufrichten; in einer H. Unterschlupf suchen während die Armen einst in Hütten lebten, bauten sich /Dat./ die Reichen Paläste; Raum ist in der kleinsten Hütte / Für ein glücklich liebend Paar Schiller 1,42; /bildl./ umg. hier laßt uns Hütten bauen (laßt uns bleiben)! weil es ihm bedünken mochte, hier sei's gut Hütten bauen (es sei angenehm, sich hier aufzuhalten) H. Kurz Sonnenwirt 114
2. Seemannsspr. hinterer Decksaufbau: der größte Teil der Schiffsbesatzung war in der H. untergebracht;

WDG, 3. Band, 1969

Hütte, die

2Hütte, die; -, -n
Betrieb zur Gewinnung von Metallen aus Erzen, zur Herstellung von Glas: die H. liefert Roheisen zur Weiterverarbeitung; das Erz wird in den Hütten aufbereitet; die Arbeit des Glasbläsers, der … aus den Stücken, die ihm der Glasmacher aus der Hütte angeliefert hat, kleine und große Geräte herstellt Wissensch. u. Fortschr. 1957 die Schornsteine vieler Hütten; rauchende Hütten;
Zitationshilfe
„Hütte“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Hütte>, abgerufen am 12.04.2021.

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