Hang, der; -(e)s, Hänge
1. schräg abfallende Seite einer Bodenerhebung, Abhang: ein sanfter, steiler, schroffer, senkrechter, bewaldeter, steiniger, kahler H.; die Hänge der Klippen, Gletscher; den H. hinauf-, hinunterklettern; das Echo hallt an den Hängen wider; Und wie er tritt an des Felsen Hang Schiller Taucher; die Kletterer kamen auf dem abschüssigen H. ins Rutschen; die Sonne strahlt über den grünen Hängen der Berge; Schi Abfahrt auf geneigtem H. (Slalom)
2. /ohne Pl./ starke Neigung: ein unbezähmbarer, schwärmerischer, krankhafter, unglücklicher H.; ein H. zur Bequemlichkeit, zu einem ungebundenen Leben; ein H. zum Grübeln steckt in ihm, kommt in ihm auf; Menschen, in denen ein Hang zum Bösen rumorte Musil Mann 309; einen H. zu etw. haben: einen H. zum Träumen, Nichtstun, Spiel, zur Verschwendung, Eitelkeit, Lüge haben; er hatte schon immer einen H. zum Übertreiben; einen angeborenen, ausgesprochenen H. zum Zweifel besitzen; sie spürten den H., alles zu verspotten; einen H. bezähmen; einem H. (widerstandslos) nachgeben;
3. /ohne Pl./ Turnen Lage, bei der der Turner an den Händen oder Beinen hängt oder von einem anderen Körperteil durch Auflegen auf das Gerät frei über dem Boden gehalten wird: aus dem H. abspringen; ein Riesenschwung im H. rücklings;

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