Husten, der; -s, /ohne Pl./
krampfhaftes und geräuschvolles Ausstoßen der eingeatmeten Luft infolge einer Reizung der Atemwege: starker, heftiger, schlimmer, hartnäckiger, quälender, trockener, gefährlicher H.; er leidet unter einem chronischen H.; der H. befiel, quälte ihn, erstickte ihn fast; der H. wankt und weicht nicht; der H. erschütterte seinen ganzen Körper;

husten, hustete, hat gehustet
die eingeatmete Luft infolge einer Reizung der Atemwege krampfhaft und geräuschvoll ausstoßen: dumpf, laut, stark, dröhnend, keuchend h.; [sie] hustet blechern Strittmatter Ochsenkutscher 154; er muß immerzu h.; das Kind hatte sich erkältet und hustete; im Publikum wurde gelacht und gehustet; der alte Mann konnte nur hustend und stockend antworten; die rauchige Luft brachte die Leute zum Husten; man hörte das hohle, trockene Husten des Kranken; Blut h. (blutigen Schleim auswerfen) salopp jmdm. die Ohren voll h.; sich halbtot h.; /bildl./ der Motor hustet; das gedämpfte Bellen und Husten der Geschütze Apitz Nackt unter Wölfen 447; /übertr./ umg. abwertend die Flöhe h. hören (sich sehr klug vorkommen) salopp jmdm. was, eins h. nicht nach jmds. Wunsch handeln, eine Zumutung zurückweisen: Euch hust' ich was! Lieber dreh' ich noch mit Batzke ein großes Ding Fallada Blechnapf 8; dir werde ich eins h.; auf etw. h. auf etw. keinen Wert legen, etw. geringschätzen: sobald der Weihrauch aus den Öfen / ihm derart in die Nase steigt, / daß er auf seinen Glauben hustet Hochhuth Stellvertreter V 3

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