Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 3. Band, 1969

Ideal, das

Idea̱l, das; -s, -e
griech.
1. Verkörperung, Muster von etw. Vollkommenem, Inbegriff der Vollkommenheit: das I. von etw. sein, darstellen, verkörpern; das I. von Unschuld, Reinheit, Schönheit; das I. eines Gatten, Vorgesetzten; Teure Josephine, Sie sind mir das Ideal einer Frau Fontane I 1,341 (Wuthenow) ; Er [Theoderich] stellt das Ideal der Germanen dar Dürrenmatt Romulus IV; ein, sein I. bewundern, anbeten; von einem, seinem I. schwärmen, träumen;
2. Ziel, höchster Wunsch, Leitgedanke: ein hohes, erhabenes, falsches, zerstörtes, verschwommenes, jugendliches I.; proletarische, bürgerliche, ethische, humanistische, künstlerische Ideale; das I. der Treue, des Weltfriedens, der nationalen Einheit; die Ideale des Bürgertums, der Arbeiterklasse, der Revolution; das I. der Aufklärung vom Sieg der Tugend über das Laster; mir schwebt als I. eine Dreizimmerwohnung vor; mein Ideal war, mich einmal an Butterbrot tüchtig satt essen zu können Bebel Aus meinem Leben 40; (seine) Ideale haben, in sich tragen, hochhalten, aufgeben, verraten er hat sich /Dat./ seine Ideale noch erhalten; die Ideale anderer achten; (seinen) Idealen anhängen, nachstreben; Nicht die Ideale, die einer in der Brust trug, zählten, sondern diejenigen, zu denen er sich vor der Welt bekannte Feuchtw. Füchse 143; für ein I. kämpfen, eintreten, alles opfern;

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Zitationshilfe
„Ideal“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Ideal>, abgerufen am 08.08.2020.

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